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Anbu - Die Elite

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Anbu - Die Elite

Beitragvon Gaara » 3. Sep 2013 20:07

"Da vorn ist es." wisperte mein Partner und ich nickte. Die dunklen Gestalten der Bäume rasten an uns vorbei, während wir von Ast zu Ast sprangen, auf dem Weg zurück nachhause - Konoha. 2 Wochen waren wir im Auftrag von Tsunade unterwegs gewesen und bei dem Gedanken an all die Akten und neuen Missionsaufträge, die sich vermutlich bergeweise auf meinem Schreibtisch stapelten, wurde mir flau in der Bauchgegend und der Gedanke, einfach umzukehren, drückte sich gelegentlich in meinen Kopf. "Du solltest dich erst ausruhen. Tsunade-sama versteht das." Ich schüttelte den Kopf. "Ich muss das hinter mich bringen. Außerdem will ich den Bericht noch ins Eingangsfach legen." Vor dem Dorftor angekommen, hoben wir grüßend die Hand und die Kollegen machten eine kurze Verbeugung. Gerade wollte wir uns Richtung Hokageturm aufmachen, als wir Tenten erkannten. Sie saß auf einer der Bänke nähe des Eingangs zum Dorf und an beiden Schultern lagen zwei schnarchende Gestalten - Lee zu ihrer Linken, Gai zu ihrer Rechten. "Neji!" stieß sie hervor und ihre Teamkollegen wurden wach. Beide standen kerzengerade und eilten in Windeseile auf uns zu. "Neji! Wir haben dich erwartet. Natürlich haben wir auch ein Auge auf das Tor geworfen, für den Fall, dass Konoha sich einem unerwarteten Kampf stellen muss... voller Heißblütigkeit und Leidenschaft!" brach es aus Gai heraus und ich bemerkte mit runzelnder Stirn Tränen in seinen Augen. Lee trat neben ihn und stieß die Hand in die Luft. "Richtig, Sensei! Voller Leidenkeit und Heißblütigschaft!" Neji blickte wissend zu mir herunter und ich zuckte nur die Schultern, als Tenten zu uns trat und Neji zulächelte. "Schön, dass du wieder gesund zurück bist." Neji nickte. "Danke." "Ich muss dann mal... Da wartet noch Arbeit auf mich." Tenten legte den Kopf schief. "Oh nein... Die Anbu-Auswahl von letzter Woche?" Erst jetzt fiel es mir wieder ein. Die Anbu-Einheiten wurden vor einer knappen Woche um 10 'glückliche' Kandidaten erweitert, was meinen Schreibtischberg um etwa 10 neue Akten, 10 Prüfungsberichte, 10 Prüfungszeugnisse, 10 Anträge auf Neuformationen von Teams und 10 Ausrüstungslisten bereicherte.
"Ich... mache mich mal auf den Weg." murmelte ich erneut, verabschiedete mich von den anderen und streifte durch die Nacht zum Hokageturm. Es war ruhig und die Luft fühlte sich angenehm erfrischend auf meinem dreckigen, verschwitzten Körper an. 'Neji hatte Recht. Du solltest dich hinlegen.' wisperte Souko halb schlafend in meinem Kopf. "Nein... ich will das durch haben. Ganz abgesehen davon, geht alles morgen seinen gewohnten Gang, sobald ich die Ausrüstung verteilt habe, also werde ich in den nächsten Tagen genug zu Kräften kommen können." murrte ich.
Am Hokageturm angekommen, zog ich mich die Treppe hoch und schloss mein Büro auf. Sofort stieß mir der Geruch von Papier ins Gesicht und ich ließ mich seufzend auf meinen Stuhl sinken. Der Schreibtisch war mit 5 großen Stapeln bedeckt, einer davon Akten, alle anderen Papierkram. Vollkommen kaputt machte ich mich an die Arbeit, füllte die Ausrüstungslisten für jeden der 10 Neulinge aus, überflog die Prüfungsberichte, stellte die Bestätigung für alle erreichten Ergebnisse aus und segnete die Anträge auf Neuformation ab. Schließlich heftete ich sie weg, warf die Ausrüstungslisten und Kopien der Ergebnisbestätigungen in das Ausgangsfach neben der Tür und schloss wieder hinter mir ab. Wenn mir morgen jeder einzelne Neuling bei der Ausrüstungsvergabe sowieso begegnen würde, könnte ich mir die Akten auf währenddessen durchlesen.
Auf dem Weg nachhause spürte ich schon, wie mein Körper sich gegen jede Bewegung wehrte, doch ich schaffte es noch bis zur Haustür und schließlich unter die Dusche und ins Bett.

Der nächste Morgen brach an und es wurde Zeit, mich fertig zu machen. Ich stand auf, duschte ein weiteres Mal, schminkte mich und wollte mir gerade meine Anbu-Kleidung anziehen, als mir ein übler Geruch in die Nase stieg. "Ew! Verwesung..." Meine Uniform hatte ich 2 Wochen getragen. Ich konnte niemandem in diesem Gebäude solch einen 'Duft' antun. Genervt zog ich eine enge schwarze Hose aus dem Schrank und dunkles blaues Top. Meine Kunai zog ich aus meiner alten Hose und ließ sie in die Taschen meiner frischen Hose fallen - dachte ich. "Wieso hat diese Hose keine weiteren Taschen?!" zischte ich wütend und blickte mich im Zimmer um. Fünf mal drehte ich mich um mich selbst, ehe ich einsah, dass ich meine Handtasche mitnehmen musste. Langsam immer gestresster warf ich meine Kunais, und die Akten hinein, warf mir die Tasche über die Schulter und schlüpfte in meine Schuhe. Es war halb 8 und ich musste mich beeilen. Um 8 sollte es losgehen und ich war sicherlich nicht eine der Persönlichkeiten, die zu diesem Termin nicht erscheinen mussten. Ich schloss die Tür hinter mir zu und es ertönte ein Pfeifen. "Guten Morgen, schöne Lady." Ich drehte mich um und starrte auf den erbärmlichsten Mann nieder, den ich je gesehen hatte. Vollkommen betrunken stützte er sich auf seinen Kumpanen und ich zog genervt die Augenbrauen hoch. "Komm doch mal her zu mir... Anfassen ist doch nicht verboten!" "Sie sind betrunken, Sir. Vielleicht gehen Sie lieber nachhause." Den Weg Richtung Center eingeschlagen, machte ich mich auf den Weg. Ich sprintete über die Dächer und kam nur wenige Minuten später am Hokageturm an. Einige bekannte Gesichter bahnten sich schon den Weg die Treppe hoch, um in den Veranstaltungsraum zu kommen und ich ging schnellen Schrittes suvären an ihnen vorbei und den Gang durch das Getümmel zur großen Tür. Schon auf der Treppe war mal wieder einer der Lauteste. "Matsu ist einfach ein toller Kumpel. Ziemlich lässig und wenn du nett bist, kriegst du auch coole Missionen verpasst. Aber sei vorsichtig, was du sagst. Einmal kam jemand Matsu blöd von der Seite und ewas glaubst du ist passiert?!" fragte Obo begeistert. Ich hörte Kysos Seufzen von Flur und eine fremde Stimme antwortete: "Ich weiß es nicht. Was war es?" "Matsu hat ihn aus dem Fenster geworfen! Einfach so!" Obo lachte laut auf und Kyso seufzte ein weiteres Mal. Ich sah ihn von hinten zwischen all den wartenden Leuten und schritt an ihm und Obo vorbei, als ich eine Hand auf meinem Po spürte. "Hallo Hübsche, was hast du denn hier verloren?" schleimte Obo sich von hinten an mich heran. Ich blieb stehen und blickte mich mit gereiztem Blick zu ihm um. Kyso und der fremde Junge sahen mich mit großen, geschockten Augen an. "Das ist doch wohl nicht dein Ernst, Obo..." zischte ich. "Oh verdammt, Matsu!" kreischte dieser mit viel zu hoher Stimme auf. Ich drehte mich wieder um und ging den vollen Gang weiter Richtung Veranstaltungsraum. "Oh Obo..." wisperte Kyso. "DAS war Matsu? Matsu, Leitung der Anbu?" fragte der Neuling. "Scheiße, ja...Verdammt, verdammt, verdammt...." heulte Obo. Ich öffnete die Tür. Der Neuling erhob erneut das Wort. "Aber sie ist ein Mädchen..." Wütend knallte ich die Tür hinter mir zu. "Guten Morgen!" trällerte mir Yosh entgegen. Ich stürmte an ihm vorbei. "Was ist los?" erkundigte er sich und folgte mir. "Obo, dieser Vollidiot." Auch Souta trat nun ein. "Ich habe es gesehen. Mach dir nichts draus, es war keine Absicht." Ich warf ein Bein über das andere und verschränkte die Arme, als ich mich auf den großen Stuhl hinter der Ausrüstungsvergabe setzte. Vor mir stellten sich Souta und Yosh auf ihre Plätze, Souta mit der Liste der Namen und Ausrüstungsgegenstände in der Hand und Yosh bereit, alles zusammenzupacken. Beide sahen mich fragend an. "Ja ja... los geht's." Souta lächelte und Yosh grinste breit. "Der erste ist... Anuka, Hinou." begann Souta und zählte alle Informationen zu ihm auf, die in seiner Akte standen, während der Genannte eintrat und seine Sachen von Yosh bekam.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon DynamiteJack » 9. Sep 2013 01:45

Sie war definitiv jünger als ich es vermutet hatte. Obo hatte mir zwar bereits einiges erzählt aber er erzählte gerne viel. Also drehte ich mich zu Kyso um. „Kyso, sie wirkt recht... jung.“ Kyso sah mich ernst an. „Unterschätze sie nicht Renji.“ Ich schüttelte kurz den Kopf. „Sicherlich nicht. Nicht wenn man sie mit solchen Aufgaben betraut.“ „Sie ist was besonderes. Stark, schnell und tödlich. Du solltest ihr vorsichtig und mit Respekt gegenüber treten.“ „Ach was Kyso. Mach dem Jungen keine Angst.“ lachte Obo auf. „Sie hätte dir den Arm abgerissen, wenn sie es gewollt hätte.“ entgegnete Kyso. Die beiden fingen an zu diskutieren. Wobei es eher Obo war der redete und Kyso genervt von seinem tumben Teamkollegen war. Ich hingegen machte mir mehr Gedanken darum, wie ich mich bei den Anbu schlagen würde. Zwar waren meine Ergebnisse gut ausgefallen und meine bisherigen Missionen sind auch immer zur Zufriedenheit meiner Vorgesetzten verlaufen, doch Anbu war etwas ganz anderes.

Hier waren die besten nur noch Mittelmaß und man lernte eine neue Sorte von Perfektion und Talent kennen. Ich hatte während der Prüfungen viele Shinobi gesehen mit denen ich jederzeit auf eine Mission gegangen wäre. Doch für die Anbu hatte es nicht gereicht. Die Messlatte lag extrem hoch. Und genau deshalb hatte ich alles auf eine Karte gesetzt. Deshalb wollte ich zu den Anbu. Ich wollte mir selbst Beweisen was ich kann. Meine wahren Grenzen kennen und darüber hinaus agieren. Doch nun beschlich mich das Gefühl das die ganze harte Arbeit die ich bis jetzt geleistet hatte, nur der Anfang war um überhaupt hier mitmischen zu dürfen. Ich würde hier wieder von Null anfangen und mich erneut mit jeder Mission beweisen müssen. Wenn ich durch diese Tür trat, war es egal was ich vorher getan habe, wie viele Missionen ich bestritten und welche Ergebnisse ich bislang abgeliefert hatte. Von jetzt an war ich wieder ein weißes Blatt. Unbeschrieben. Ein Neuling. Jemand der keine Ahnung hatte, wie die Dinge liefen und was ihn erwartete.

Plötzlich legte Obo seine Hand auf meine Schulter und Kyso lächelte mir aufmunternd zu. Sie hatten inzwischen aufgehört zu diskutieren und mich beobachtet wie ich in Gedanken versunken auf die Tür starrte. „Keine Sorge Renji. Deiner Ergebnisse können sich sehen lassen.“ meinte Kyso beruhigend. „Und Matsuri wird dich sicherlich nicht gleich umbringen wegen deiner unüberlegten Aussage.“ lachte Obo. „Hey, ich wollte niemanden Beleidigen ich war bloß überrascht...“ Obo lachte laut auf. „Keine Panik Renji. Das wird schon.“ Mein Blick ging wieder auf die Tür zurück. 'Abwarten' dachte ich bei mir.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon Gaara » 9. Sep 2013 12:36

Nach und nach traten die Neulinge ein, die vor einigen Tagen ihre Anbu-Prüfung erfolgreich absolviert hatten. Souta ratterte die Informationen runter und ich blickte mit nachdenklichem Blick zu Boden, den Kopf auf die Hand gestützt. Immer wieder erklärte Yosh den Neuen, wie es nun weitergehen würde, und warf gelegentlich einen Blick auf mich zurück, um eine Bestätigung zu bekommen. Ich nickte immer nur stumm. Ich war kaputt. Einfach erschöpft von der langen Reise, der Mission, in der ich noch vor wenigen Stunden steckte. Urplötzlich öffnete sich die Tür und unaufgerufen trat jemand ein. Ein Gehilfe Tsunades kam auf mich zu und ich lehnte den Kopf in seine Richtung. "Hokage-sama möchte, dass Sie die Einweisung noch heute Vormittag hinter sich bringen. Danach sollen Sie in ihr Büro kommen." Ich nickte nur.
Noch heute sollte die Einweisung stattfinden? Schon wieder eine alberne Prozedur, die keinem wirklich half und mehr Zeit schindete, als wirklich etwas zu bewirken. Trotzdem wusste ich, dass viele Anbu sich ihre Wahl nach der Einweisung nochmal zu Herzen nahmen und die meisten kaum 24 Stunden danach absprangen. Lieber war ich die faulen Eier jetzt schon los, als sie nach den ersten Missionen gehen lassen zu müssen.
Ein weiterer Neuling trat ein und bekam seine Sachen, Souta begann vorzulesen und ich rückte mich wieder in meine alte Sitzposition. Der Mann verschwand und Soutas Blick fiel auf mich. "Was ist mit dir?" Ich winkte ab. "Ich bin nur müde, das ist alles." murmelte ich und Yosh rollte mit den Augen. "Zu viel Fernsehen. Gestern kam diese Show über-" "Ich hab nicht ferngesehen!" zischte ich und Yosh zuckte mit den Schultern. "Wie auch immer." Souta lächelte mir zu und ich seufzte genervt. "Na dann..." Souta blätterte zum nächsten Blatt und ein weiterer Neuling trat ein.
"Kakume, Renji. Männlich, 17, Note in der Anbu-Prüfung: 9,1." 9,1? Nun blickte ich auf. Eine 9,1. Das war die beste Note, die in diesem Jahr erreicht wurde und die nächst beste lag bei 8,3. Diesmal war es der Junge, der mit Obo und Kyso gekommen war. Er hatte weiß-blondes Haar, stechende blaue Augen und wirkte recht selbstbewusst, wenn auch ruhig. Auf seinem weißen T-Shirt prangte ein Wappen und die eine Hand hatte er lässig in der Hosentasche seiner schwarzen Shorts, als er die Tür hinter sich schloss. "Guten Morgen." entgegnete er uns mit einem Lächeln. Er gab Souta die Hand, danach Yosh und streckte sie auch mir hin. Ich zog die Augenbrauen hoch und er nahm seine Hand vorsichtig zurück. "Ähm... okay... Danke." wisperte er Yosh zu, der ihm seine Sachen in den Arm drückte. "Du hast jetzt eine halbe Stunde Pause, danach kommst du bitte mit den anderen zurück zur Einweisung in diesem Raum." Er nickte und verschwand mit einem charmanten Lächeln auf dem Gang.
"So ein Schleimer..." zischte ich. Souta lächelte mir zu und Yosh lachte auf. "Alles klar. Du bist müde. Verstanden." Ich streckte mich und Souta erhob das Wort. "Er war doch ganz nett. Und er hatte die beste Prüfungsnote." Ich stieg von meinem hohen Stuhl und ging mit hochnäsigem Blick an Souta vorbei. "ICH hatte eine 10." Beide starrten mir nach und ich seufzte. "Ich muss mich umziehen. Souta?" Genannter folgte mir auf den Gang zu den anderen. "Du weißt, dass wir keine reguläre Anbu-Uniformen in deiner Größe hier haben. Was ist mit deinen?" Stille trat ein, als wir den Flur passierten und alle hefteten ihre Blicke auf mich. Gereizt folgte ich dem Gang bis in mein Büro und Yosh schloss die Tür hinter sich, als er uns eingeholt hatte. "Sie sind in der Wäsche... ich kam einfach zu nichts, bevor ich zur Mission aufgebrochen bin." Yosh ließ sich auf einen Stuhl sinken und Souta heftete die Liste in einen der Ablageordner, während ich die Türen meines Schrankes öffnete. Irgendwo hatte ich eine Uniform hinterlegt. "Du hast alle Uniformen mitgenommen." murmelte Souta. "Hier muss noch eine sein. Irgendwo war sie..." antwortete ich ihm, als sie die Tür erneut öffnete. "Guten Morgen." knurrte es und ich öffnete im Schrank eine Kiste und begann, die Kleidung darin zu durchwühlen. "Ah, Ibiki! Gut, dass du da bist. Ich hätte da eine tolle Aufgabe." Mit zersaustem Haar tauchte ich aus dem Schrank auf. "Die Einweisung. Das konntest du doch immer gut." Er musterte mich mit ernstem Blick. "Richtig. Keiner wird mich für voll nehmen, wenn ich da so auftauche." Ohne Widerworte verschwand er. Yosh schaute ihm nach. "War das jetzt ein gutes Zeichen?" Souta seufzte und ließ sich ebenfalls auf einen Stuhl sinken. Es war angenehm, die Einweisung nicht machen zu müssen und sich stattdessen mit Souta und Yosh zu unterhalten, doch als die Stunde um war, beschloss ich, nach Ibiki zu sehen. Leise trat ich in den Veranstaltungsraum, in dem unsere 10 neuen Anbu mit ihren Teams saßen und - es herrschte nicht die beängstigende Stille wie sonst.
"Das kann man doch nicht verantworten." wies der Junge von Obo und Kyso Ibiki zurecht. "Keiner kann doch mit solch einem Schuldgefühl leben. Einfach einen Kameraden zurücklassen?! Eher sterbe ich, als meine Freunde aufzugeben!" Ibiki funkelte ihn wütend an. "Dann wirst du das wohl tun müssen..." zischte er und ich trat einen Schritt vor. Renji, der stand, blickte mich mit gewollt ruhigem Blick an, doch ich spürte, wie es in ihm brodelte. "X-Rang-Missionen haben nur eine Schutzperson oder einen Auftrag, den es zu erledigen gilt. Als Anbu steht dein Ziel an höchster Stelle. Sollte die Schutzperson von den Elite-Anbu aus der Gefahr gezogen worden sein und sich auf dem Weg in die Sicherungszone befinden, wird jeder zurückgelassen, der es nicht aus eigenen Kräften schafft, zu folgen. Ist die Mission abgeschlossen, kannst du deine Freunde suchen gehen, falls du die Zeit dazu haben solltest." Der Junge holte Luft. "Wenn die Anbu gut genug sind, eine Person aus allen feindlichen Territorien zu sichern, sollten sie es doch auch schaffen, all ihre Teammitglieder mitzunehmen. Man kann doch nicht einfach seine Freunde beim Feind zurücklassen!" Ich kam langsam auf ihn zu. "Wenn die Schutzperson sich nicht in der Sicherungszone befindet, hast du keine Wahl. Das ist das Ziel." Seine Stirn legte sich in Falten und er blickte mit toternst an. "Wenn ich auf eine X-Rang-Mission geschickt werde, werde ich keinen meiner Kameraden zurücklassen." "Aber es ist eine X-Rang-Mission und du musst die Regeln befolgen." bemerkte ich und ging weiter auf ihn zu. "Nein!" stieß er mir entgegen. "Du wirst tun müssen, was dir aufgetragen wird. So steht es in unseren Regeln." Er schüttelte ruhig den Kopf. "Ich werde tun, was ich für richtig halte." Ich trat nun so nah an ihn heran, dass ich ein Stück hochsehen musste, um nicht seinen Hals vor mir zu haben. "Du tust, was ich dir sage." Er blickte mich widerwillig an, schwieg jedoch. "Jetzt setz dich wieder hin." zischte ich. Weiter starrte er finster zu mir runter und ich spürte ein Pochen in meinem Kopf. "Ich werde dich und dein Team begleiten und in den nächsten 4 Wochen jeden deiner Schritte verfolgen, Renji Kakume." wisperte ich gereizt und sah aus den Augenwinkeln wie Obo zu kippeln aufhörte und die Arme in die Luft warf. "Och nö!" murrte er laut auf und Kyso legte sich eine Hand vor die Augen. "Na toll..." wisperte er. "Und nun setz dich." zischte ich Renji zu und er ließ sich zurück auf seinen Stuhl fallen. Ibiki verschränkte die Arme wieder und erhob das Wort. "Das war's. Eure Aufträge erhaltet ihr, sobald sie verteilt sind. Ihr dürft gehen." Sofort machten sich die Leute auf den Weg nach draußen, ich ging zu Ibiki und spürte immer wieder, wie die Leute einen Blick auf Renji warfen.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon DynamiteJack » 9. Sep 2013 15:28

Obo und Kyso blickten mich an. „Alle zu retten ist unmöglich.“ „So lange man sich etwas fest genug einredet ist es unmöglich. Ich behaupte nicht jeden retten zu können aber immerhin so viele wie möglich.“ Die beiden standen auf und sahen mich an. „Du solltest die nächsten vier Wochen echt gut sein wenn du Anbu bleiben willst.“ Ich nickte nur kurz und erhob mich ebenfalls. „Soll ich euren Familien was spezielles Ausrichten wenn wir euch zurück lassen?“ Die beiden stockten kurz. Ich ging an ihnen vorbei Richtung Ausgang. „Hey Renji, was willst du damit sagen?“ Obo klatschte mir lachend auf die Schulter. Auch Kyso grinste breit. „Bin ja mal gespannt was du unter Feuer leistest.“ „Abwarten.“ Sagte ich lächelnd.

Wir standen draußen und ich ließ mir den Wind ins Gesicht wehen. „Ich denke ich hole mal unsere Befehle, für die nächste Mission.“ sagte Obo zu Kyso und mir. Kyso nickte nur kurz und Obo verschwand. „Renji, du solltest dich etwas ausruhen bevor es losgeht.“ Ich sah ernst zurück. „Wieso begleitet sie uns? Hat es was mit eben grade zu tun?“ „Ich denke nicht. Du bist einer der Besten dieser Gruppe. Schätze mal sie will wissen wie du arbeitest.“ „Nur deshalb?“ „Ich weiß es nicht Renji. Machen wir das beste draus.“ Ich nickte kurz und sah wieder in den Himmel. „Wir werden sehen was die Zeit bringt. Wann treffen wir uns wegen der Missionsbesprechung?“ „Wir melden uns bei dir wenn es soweit ist. Wie gesagt ruhe dich erst einmal aus.“ Kyso nickte mir kurz lächelnd zu und verschwand. Nun stand ich recht alleine vor dem Gebäude Eingang und dachte nach.

Langsamen Schrittes ging ich nach Hause. Die anderen beiden schienen nicht glücklich darüber Matsuri dabei zu haben. Lag es wirklich nur an meinen Leistungen oder eher an dem untypischen Ausbruch? Ich hatte die letzten Tage einfach zu wenig Zeit meine Meditationsintervalle vernünftig einzuhalten. Durch die ganzen Prüfungen hatte ich meine Mitte verloren. Es würde mich schwächen wenn ich mich nicht mehr vernünftig konzentrieren konnte. Ich hatte Schwäche gezeigt. Es war ärgerlich direkt am ersten Tag so aufzufallen. 'Was kommt als nächstes... Angst vorm Feind?' ging es mir durch den Kopf. Wenn ich selbst schon nicht sicher sein konnte was ich tun würde, wäre ich unter Garantie falsch bei den Anbu.

Zuhause angekommen erwartete mich mein Großvater bereits und lächelte mich milde an. „Und wie war dein Tag Renji?“ „Ereignisreich.“ sagte ich lächelnd. „Dann komm rein und erzähl mir davon.“ Ich betrat das Haus und folgte meinem Großvater in die Küche.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon Gaara » 9. Sep 2013 21:50

Nachdem die Neulinge sich mit ihren Teams auf den Heimweg gemacht hatten, holte auch ich meine Tasche aus meinem Büro und trat wenige Minuten später durch die Eingangstür in die strahlende Sonne. Während ich durch das Dorf ging, wägte ich die Teams ab, die mir zur Zeit zur Verfügung standen und auf welche Mission ich welches Team ansetzen würde. Im Vordergrund stand dieser Renji Kakume. Wie er konnte er so frech werden?! Seiner Vorgesetzten am ersten Tag zu widersprechen. Entweder war er unheimlich heißblütig und stand für die Dinge ein, an die er glaubte, oder er war einfach nur strohdoof. Auf groteske Art und Weise erinnerte er mich an Naruto, doch diesen Gedanken wischte ich schnell beiseite. Sollte er sich als charakterliches Ebenbild von Naruto entpuppen, wäre er schneller aus den Anbu raus, als er dachte. Andererseits war vielleicht eben dies der Grund, ihn zu behalten. Fakt war, dass ich die nächsten Wochen ein Auge auf ihn haben musste. Ich brauchte die Zeit dringend, um mir darüber bewusst zu werden, ob er eine wirkliche Bereicherung für meine Einheiten war. Sollte er sich ebenso eigensinnig bei wichtigen Missionen verhalten, wäre er eine Gefahr für meine fähigsten Anbu und das Missionsziel. Er könnte alles in den Abgrund stürzen und mich vor Tsunade zum Clown machen, so naiv gewesen zu sein, ihn aufzunehmen. Außerdem hatte ich so auch die Möglichkeit, mir selbst zu erklären, woher die Prüfungsergebnisse kamen, die er mit Abstand zu allen anderen erreicht hatte. 9,1. Ich hatte seit vielen Jahren niemand mehr mit einer 9,1 bekommen. Manche waren nah dran, aber keiner schaffte es.
Nun war nur die Frage: Ärgerte es den Jungen mehr, wenn er eine absolut simple und langweilige Mission bekam, oder eine anspruchsvolle, in der er vielleicht sogar sein Leben geben müsste, würde er sich nicht dazu durchringen können, etwas unglaubliches zu leisten.
Ich kam an meiner Haustür an, schloss auf und trat ein. Geschafft vom Tag setzte ich mich auf Sofa und legte die Beine auf den Tisch davor. Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Kovus Mission. Die lag schon seit Wochen im Eingangsordner und ich wollte sie sowieso begleiten. Schnell stand ich auf, stopfte meine gesamte Wäsche in die Maschine, räumte den gröbsten Müll beiseite und schnappte mir einige Papiere. Schnell kritzelte ich eine Nachricht an Kyso.



Mission 1397
Typ: Schutz
Captain: Kosuro no Matsuri

Personenschutz von Chosokabe, Kovu

Team (in absteigender Reihenfolge): Kosuro no Matsuri
Kyso Nihigame
Obo Kobake
Renji Kakume

Zeitpunkt: Tag des Empfangs, 16:00 Uhr

Ort: Konoha Zentraltor



Schnell unterschrieb ich und brüllte ein "KAKASHI!" aus dem Fenster. In Sekundenschnelle landete dieser neben mir. "Morgen." begrüßte er mich und ich lächelte. "Dies hier zu Kyso bitte." Kakashi nickte und verschwand wieder. Ein Glück, dass ich von vielen meiner Anbu wusste, wo sie sich zum Mittag hin rumtrieben.
Ich machte mich daran, auch die Nachricht an Kovu fertigzustellen und ließ diese durch einen ChuNin vorbeibringen. Den Rest des Nachmittags musste ich dafür sorgen, dass meine Uniform trocknete und ich mich um halb 4 passend zum Treffpunkt aufmachen konnte.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon DynamiteJack » 9. Sep 2013 23:50

Ich erzählte meinem Großvater ausführlich von meinem Tag, wie es gelaufen war und wie meine Einschätzung der Dinge war. Er hörte aufmerksam zu, nickte hie und da und lächelte ansonsten zufrieden. „Renji, das ist doch großartig. Mache dir keine Sorgen um diese Kleinigkeiten und Konzentriere dich stattdessen auf das große Ziel.“ Ich nickte. „Und mögen die Missionen auch schwerer und gefährlicher sein, vergiss nicht, das du das Zeug dazu hast ein hervorragender Anbu zu werden.“ „Mal sehen ob sie das auch so sieht.“ „Sie?“ „Meine Vorgesetzte.“ „Du meinst Matsuri? Ich denke sie weiß was sie tut. Sie scheint mir intelligent genug ihre Leute richtig auszuwählen.“

Ich wusste darauf nichts zu antworten. Es stand mir nicht zu mir nach dieser kurzen Zeit ein Urteil über jemanden zu bilden den ich nicht kannte. Wenn sie bereits in diesem jungen Alter diese Position inne hatte würde das seine Gründe haben. Es klopfte an der Tür, welche die Küche mit dem Garten verband. Ich öffnete sie. Es war Kyso der vor der Tür stand. Er nickte meinem Großvater zu bevor er sich an mich wendete. „Wir haben unsere Mission, halte dich bereit und sei vorbereitet.“ Ich nickte kurz. Endlich würde ich diese erste Mission erledigen. Es tat gut das es so schnell kam und ich nicht gezwungen war lange zu warten. Er drückte mir einen Zettel mit Datum, Zeit und Treffpunkt in die Hand. „Wir sehen uns dann.“ „Gut.“ Er verabschiedete sich kurz und verschwand.

Mein Großvater sah mich an. „Scheint als würde es losgehen.“ Ich nickte ihm zu. „Ich sollte mich vorbereiten.“ „Mach das mein Junge. Du wirst dich als guter Anbu erweisen.“ Mit dem Zettel in der Hand ging ich die Treppe zu meinem Zimmer hoch und fing an einige Sachen zu packen.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon Gaara » 10. Sep 2013 10:54

Ich hatte mich inzwischen umgezogen und meine Tasche gepackt. Ich wusste nicht, wie lang wir brauchen würden, aber 2 Wochen musste ich fest einplanen. Ich hatte uns bereits bei Tsunade abgemeldet und machte mich um halb 4 auf den Weg zum Eingangstor Konohas. Auf dem Weg erkannte ich viele altbekannte Gesichter, ließ mich jedoch nicht aufhalten und kam wenige Minuten später vor dem Tor an, wo ich den Kollegen grüßend zunickte.

Es dauerte nicht lang, bis schließlich Kyso auftauchte. Er lächelte mir zu und verbeugte sich kurz. Ich nickte auch ihm zu und er stellte sich an meine Seite. "Kovu also?" erkundigte Kyso sich und blickte in den Himmel. "Lang her." Auch ich blickte nun hoch in die Wolken. "Ja. Es wurde Zeit für ein Wiedersehen." erwiderte ich und schloss die Augen. 2 Jahre war es nun her, dass Kovu Konoha verlassen hatte, um sich auf zu seinem früheren besten Freund nach Takigakure zu machen. Ich wusste, dass er Begleitschutz brauchte und er viel reisen musste, in was genau die Mission bestand, wurde mir nicht gesagt. Auf eines hatte er allerdings bestanden: Ich sollte diese Mission begleiten. Auch der Grund dafür war mir nicht bekannt, doch es sprach nichts dagegen und es war eine schöne Vorstellung, wieder ein wenig Zeit mit einem alten Freund zu verbringen. "Schade, dass er uns damals schon so früh verlassen hat. Ich war froh, mit ihm zu arbeiten." Ich blickte zu Kyso und zog die Augenbrauen hoch. "Ihr wart seit über einem Jahr kein Team mehr." Kyso lächelte. "Richtig. Aber davor mehr als 5 Jahre..." Ich nickte. "Ja. Daran kann ich mich kaum noch erinnern." Kyso lachte leise. "Wie auch. Du warst gerade 14, als das Team sich trennen musste." Ich zuckte die Schultern und blickte die Straße entlang. "Obo wird sich freuen." murmelte Kyso und ich stimmte ihm wortlos zu.

Schließlich landete Renji neben uns und lächelte Kyso zu. Als unsere Blicke sich trafen, verschwand sein Lächeln für eine Sekunde, dann zwang er es wieder herbei und presste ein "Hallo Matsuri-sama." hervor. Ich nickte ihm zu und Kyso ließ den Blick über die Dächer Konohas schweifen, als auch Obo hinter uns auftauchte. "Hey!" brüllte er fast grinsend und ich rollte mit den Augen. "Kollegen." bemerkte er grüßend und nickte seinen Freunden zu. Dann lehnte er sich vor, zwinkerte mir zu und murmelte selbstsicher "Chefchen..." Ich löste meine verschränkten Arme und hob die Hand. "Lass die Schleimerei. Es ist keine Belohnung, dass ich gerade euch diese Mission anvertraue." Ich sah aus den Augenwinkeln, wie Kyso mir mit den Händen in den Hosentaschen seiner Uniform folgte, Renji sich zu Obo umdrehte, der stehen blieb und verwirrt fragte: "Nicht?" Ich schüttelte den Kopf. "Sicher nicht. Nun kommt." Obo und Renji folgten uns und als wir uns auf den Weg nach Takigakure aufmachten und über die Äste der Bäume gen Abend sprangen, erklärte ich, worin die Mission bestand. "Wie ihr ja wisst, braucht Kovu unseren Schutz. Ich weiß, dass er viel reisen muss und der Dorfvorstand von Taki ihn dabei in Sicherheit wissen will, allerdings habe ich keinerlei Ahnung, wohin er muss." Kyso schien nachzudenken, Obo dagegen grinste nur breit. "Das ist doch egal. Hauptsache, wir sehen ihn mal wieder. Bin gespannt, was der die letzten Jahre so getrieben hat." Renji runzelte die Stirn. "Wer ist denn Kovu?" Obo lachte schallend auf. "Ein Wahnsinniger." Renji blickte fragend zu Kyso. "Kovu ist ein ehemaliges Mitglied unseres ChuNin-Trupps. Zunächst waren Obo und ich allein, doch dann kam Kovu dazu, als er seine Prüfung bestand." Ich strich mir Haare aus dem Gesicht und lauschte Kysos Erzählung. "War er ein starker Shinobi?" Obo lachte erneut auf, doch Kyso fuhr fort. "Er war äußerst talentiert. Manchmal hatte man das Gefühl, er war ZU talentiert. Immer wieder trainierte er, meditierte stundenlang und las Bücher, wann immer sein Körper zu schwach war, um weiter zu trainieren. Er suchte die Herausforderung. Wenn jemand Hilfe brauchte, meldet er sich sofort freiwillig, um alles zu tun, was in seiner Macht stand. Alle hatten Respekt vor ihm, doch lernten sie ihn näher kennen, mochten ihn alle."
"Allerdings hatte er nicht das Talent, sich am ersten Tag mit seiner Chefin anzulegen." zischte ich gereizt. "Ich-" begann Renji, brach jedoch ab. Kyso beobachtete ihn einen Moment. "Ich denke, er war in unserer ChuNin-Zeit das, was du jetzt bist." Ich blickte mich um und sah Kyso aufmunternd zu Renji lächeln, der etwas nachdenklich, dann aber zufrieden schien. "Er ist bestimmt ein interessanter Kerl. Ich bin gespannt darauf, ihn kennenzulernen." Obo holte zu mir auf und sprang rückwärts, um seine Kollegen im Blick zu behalten. "Da hast du Glück, nach Taki ist es nicht weit." "Richtig." bestätigte Renji und wir sprangen schneller.

Es dauerte kaum 3 Stunden, bis wir die Grenzen Takis erreicht hatten. Es dämmerte bereits stark und wurde nach und nach immer dunkler.
"Dort ist es." murmelte Kyso und stellte sich neben mich. Wir blickten durch das Eingangstor auf die langsam ruhiger werdende Stadt und ich trat zu den ChuNin am Eingang. "Guten Tag. Kosuro no Matsuri mit Team. Wir werden erwartet." Der ChuNin besah sich unsere Pässe und nickte. "Danke, Miss. Ich gebe Herrn Chosokabe bescheid." Ich lächelte ihm dankbar zu und drehte mich um. "Kovu scheint uns abzuholen." erzählte ich und Obo stämmte zufrieden die Arme in die Seiten. "Sehr höflich. Typisch für Kovu." murmelte Kyso Renji zu und dieser nickte. Renji schien mir auf alles gefasst zu sein, als würde jede Sekunde das gesamte Dorf über uns herfallen. Ich trat etwas näher an ihn heran. "Taki ist ein wirklich friedliches Dorf. Kovu ist die rechte Hand des Leaders, also sollten wir nichts zu befürchten haben." "Trotzdem ist es wichtig, immer wachsam zu bleiben, richtig, Senpai?" Ich zog die Augenbrauen hoch, nickte jedoch. "Allerdings. Gut mitgedacht, Renji." Er nickte mir zu, ein verschmitztes kurzes Lächeln im Gesicht. "Hey! Da seid ihr ja!" vernahm ich eine bekannte Stimme hinter mir. Kovu winkte uns lächelnd zu und kam zu uns rüber. "Kovu! Das gibt's ja nicht. Du hast dich kein Stück verändert." lachte Obo auf und wuschelte dem etwas kleineren Kovu durchs Haar. Kovu war etwa so groß wie Kyso und somit größer als Renji und ich, allerdings immernoch kleiner als Obo. Er war schlank und trotzdem konnte man die trainierten Muskeln und die Kraft unter seinem Shirt erahnen. Sein Haar war dunkelbraun und die Augen strahlend blau. Tatsächlich fühlte ich mich bei seinem Anblick stark an meinen ersten Eindruck von Renji erinnert, gerade in Verbindung mit Obo und Kyso, doch ich schüttelte den Gedanken schnell ab. "Schön, dich zu sehen." bemerkte Kyso nun und die beiden schüttelten sich die Hände und drückten sich einmal kräftig. "Danke. Es ist auch sehr schön, euch zu sehen. Wen habt ihr mit mitgebracht?" erkundigte Kovu sich und blickte auf den nur minimal kleineren Renji. "Hallo, mein Name ist Renji Kakume." Kovu lächelte. "Hey. Ich bin Kovu Chosokabe. Schön, dich kennenzulernen." stellte er sich vor und streckte Renji die Hand entgegen. "Und du bist nun der arme Kerl, der Obo und Kyso voneinander fernhalten muss?" fragte er lachend, als Renji seine Hand ergriff. "Oder bist du Matsuris Freund?" Renji bekam große Augen und schüttelte den Kopf. "Nein, nein. Wie könnte ich mit meiner Chefin-" Ruckartig zog Kovu Renji näher zu sich und sagte gespielt flüsternd "Wie könnte man nicht?" und grinste ihm mit Kopfbewegung zu mir zu. "Das Beste kommt immer zum Schluss, habe ich gehört..." wisperte er, nahm meine Hand, zog die Beine zusammen, legte den linken Arm auf den Rücken und küsste sie in einer tiefen Verbeugung. Dann, blitzschnell, zog er eine weiße, japanische Hartriegelblüte hervor. Gerade wollte ich danach greifen, da zog er mich herum und ließ mich in seine Arme fallen, die Blüte direkt zwischen unseren Gesichtern in seiner Hand. "Die Erinnerung an alte Liebe erwacht gar schnell, wenn man sich in der Nähe des Wesens befindet, das sie einst in uns entzündete, die Begierden werden unwiderstehlich..." wisperte er und für eine Sekunde war es totenstill. Dann lachte Obo auf. "Der alte Schmeichler." Kovu zog mich hoch und überreichte mir die Blume. "Willkommen, Matsuri..." wisperte er, blickte mir ein letztes Mal tief in die Augen, dann drehte er sich zu den anderen um. "Ich bringe euch zu mir nachhause. Ihr müsst müde sein." Obo gähnte laut auf und Kyso nickte. "Gute Idee, danke, Kovu." Wir machten uns auf den Weg und Kovu gesellte sich zu Renji. "Nun denn, Renji. Erzähl von dir. Wie kamst du zu den Anbu?"
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon DynamiteJack » 10. Sep 2013 17:06

Ich sah Kovu kurz an bevor mein Blick wieder nach vorne ging. „Schätze, es ist das was man den Lauf der Dinge nennt. Habe mich im regulären Dienst nach oben gearbeitet. Es fing an mit einer D Mission. Nichts was wirklich von Bedeutung gewesen wäre. Eine einfache Kurier Mission halt. Meine damaligen Vorgesetzten beschlossen mich zu testen und gaben mir verschiedene Rang C Missionen, welche kein Problem darstellten. Darauf folgten schließlich B Missionen, dann A und S. Dann empfahl man mir, mich bei den Anbu zu Bewerben, was ich auch tat. Die Prüfungen habe ich dann ganz akzeptabel abgeschlossen und führe nun meine erste Mission als Anbu durch. Das war eigentlich auch schon alles.“

Ich überlegte kurz ob es angemessen war war noch mehr zu erzählen, entschied mich aber dagegen. Der Rest wäre nur triviales Gerede gewesen und das war nicht angebracht. Es erschien mir nicht richtig bei meiner ersten Mission durch etwas anderes als meine Leistung aufzufallen. Was mich nur wunderte war die Tatsache das man mich nicht direkt herausgeworfen hatte als ich Ibiki die Stirn geboten hatte. Vielleicht war mein Rauswurf auch schon beschlossen. Zumindest würde ich nach dieser Mission mehr wissen.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon Gaara » 10. Sep 2013 22:35

Ich beobachtete, wie Kovu und Renji sich unterhielten und auch Obo und Kyso schienen ihrem Gespräch zu lauschen.
"Das war's?" erkundigte sich Kovu und Renji nickte. Für einen Moment schwiegen sie, dann sagte Kovu: "Du achtest drauf, mir nicht zu viel zu erzählen, richtig? Sehr clever." Renji beobachtete Kovu, dieser lächelte ihm nur zu und drehte sich im Gehen zu mir um. "Einen sehr klugen Kerl habt ihr da in eurem Team." Obo grinste breit und holte zu Kovu und Renji auf, wo er Renji durchs Haar wuschelte und ihn kurz an seine Seite drückte. "Renji ist klasse. Für sein Alter hat er eine Menge auf dem Kasten." Kovu drehte sich zu Kyso um und dieser nickte. Dann wand er sich wieder Renji zu. "Dann hoffe ich, dass uns auf unserem Weg einige starke Ninja in die Quere kommen, damit ich dich in Aktion erleben kann." Renji lächelte. "So spektakulär ist das nicht..." murmelte er und Obo lachte laut auf, stieß Kovu in die Seite und trötete: "Oh doch, allerdings!" Wir liefen noch einige Minuten, als wir ein Grundstück erreichten, umzogen mit Bambus. Kovu öffnete das Tor und wir traten hinter ihm ein. In einem prächtigen Garten, umzogen von einem kleinen Flusslauf, den man an mehreren Stellen durch Brücken überqueren konnte, stand ein riesiges altjapanisches Gebäude, in dessen Fenstern noch Licht brannte. "DAS ist dein Haus?!" erkundigte sich Obo. Kovu schüttelte lächelnd den Kopf. "Nein. Das ist mein Haus." klärte er Obo auf und zeigte auf ein kleineres Gebäude direkt neben dem anderen. Es war immernoch recht groß und ich war überrascht, dass Kovu sich so weit hochgearbeitet hatte, sich ein solches Haus leisten zu können. "Es liegt direkt neben dem des Leaders auf dem gleichen Grundstück, weil ich zu jeder Zeit für ihn verfügbar sein muss." erklärte er und öffnete uns die Tür. "Fühlt euch wie zuhause." Obo trampelte ins Haus und wir folgten ihm. Innen kamen wir in einen großen Flur, der sich weit nach hinten erstreckte und direkt in das Wohnzimmer überging. Rechts konnte ich ein Esszimmer erkennen und links führte eine Treppe nach oben. "Wow, ganz schön groß." murmelte Kyso und ich nickte stumm. "Ich zeige euch, wo ihr schlafen könnt. Wenn ihr eure Sachen abgelegt habt, könnt ihr gern nach unten kommen und ich koche euch etwas." Er führte uns nach oben und wir folgten einem weiteren langen Flur, von dem viele Zimmer abgingen. Bei einem davon stand die Tür einen Spalt weit offen und Kovu trat ein. "Hier schlafe ich. Wenn ihr etwas braucht, fühlt euch frei, einfach reinzukommen." Wir alle warfen Obo einen warnenden Blick zu und dieser grinste breit. Kovu schloss die Tür und führte uns weiter den Flur entlang. Er öffnete eine weitere Tür. "Hier ist eines der Gästezimmer." Obo trat ein und ich erhaschte einen Blick auf das geräumige Zimmer, in dem ein Doppelbett, ein Kleiderschrank, eine Kommode, ein Schreibtisch und ein Bücherregal standen. "Ganz schön schick." lobte Kyso und Kovu lächelte. "Danke." "Ich bleib' gleich hier." Obo ließ sich auf's Bett fallen und ich rollte mit den Augen. "Entschuldige bitte. Er ist..." "Schon okay. Ich kenne das ja." verzieh mir Kovu und zwinkerte mir zu. Wir gingen weiter und direkt gegenüber von Obos Zimmer, stellte Renji seinen Rucksack in einen Raum, Kyso daneben und ich in den Raum neben Obos. "Ich gehe schon runter und koche. Ihr könnt euch ruhig etwas ausruhen und dann nachkommen." Wir bedankten uns und verschwanden jeder in unserem Zimmer. Ich zog mir die Anbu-Kleidung aus und betrachtete kurz meinen vernarbten Körper im Spiegel, bevor ich ein blau-schwarzes T-Shirt anzog und eine enge schwarze Leggings darüber. Ich stülpte mir Socken über, band mir die Haare zu einem Pferdeschwanz und machte mich auf den Weg nach unten. Dort saßen schon Kyso und Renji auf dem Sofa, während Kovu aus der Küche mit ihnen sprach. "Rezept meines Urgroßvaters. Er war ein toller Koch. Als Kind habe ich gern bei ihm gegessen, deswegen denke ich, dass es euch auch schmecken wird." Ich ging Richtung Küche, um zu sehen, was Kovu uns kochte. "Möchte jemand ein Calpis?" Renjis Augen wurden groß. "Ich liebe Calpis..." Kovu trat aus der Küche und grinste. "Ich auch. Hier." Er warf Renji und Kyso eines hin und zwinkerte mir zu. "Was kochst du-" begann ich und auf einmal erhob Renji erneut das Wort. "Ist das nicht das Zeichen der Uchiha?" Ich drehte mich zu ihm um und zog die Augenbrauen hoch. "Bitte?" "Auf deinem Shirt. Das ist doch das Zeichen der Uchiha." Ich zuckte mit den Schultern. "Kann sein." "Nein, das ist es. Wo hast du das her?" Ich legte die Stirn in Falten. "Das geht dich gar nichts an." Ich ließ mich mit verschränkten Armen auf eines der Sofas neben Kyso fallen und spürte trotzdem Renjis nachdenklichen Blick auf mir. Schließlich trat Obo zu uns. "Oh man, hab ich Kohldampf." "Ist gleich soweit." rief Kovu aus der Küche und ich stand erneut auf, lehnte mich gegen den Türrahmen und lächelte. "Soll ich den Tisch decken?" "Das brauchst du nicht, Kätzchen." erwiderte er und ich trat näher an den Herd heran. "Das ist kein Problem." Er blickte mich kurz an, lächelte und nickte. "Okay. Die Teller sind im Schrank im Esszimmer, Besteck darunter in der Schublade." Ich verschwand im Esszimmer und lauschte den Gesprächen der anderen, während ich den Tisch vorbereitete. Wenig später setzten wir uns zusammen daran. "Alter vor Schönheit." grinste Obo und wollte nach dem Löffel greifen, doch Kovu kam ihm zuvor. "Ladies first." wies Kovu ihn zurecht und Obo rollte mit den Augen. "Schleimer." Er tat mir etwas auf. "Du siehst gut aus..." wisperte er und Obo lachte auf, Kyso warf Obo einen vernichtenden Blick zu und Kovu zwinkerte mir zu. "Danke." murmelte ich, wurde etwas rot und Kovu tat Renji und den anderen etwas auf, bevor er sich selbst bediente und sich setzte. "Ich hoffe, euch schmeckt meine Reispfanne."
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon DynamiteJack » 11. Sep 2013 01:50

Ich stellte nur kurz den Rucksack in den Raum und sah mich um. Ein wirklich schönes Haus und das Zimmer war perfekt. Doch recht beeindruckt machte ich mich nur kurz frisch und ging nach unten. Auf der Treppe traf ich Kyso. Er sah mich kurz an und wir gingen zusammen die Treppe hinunter. Ich ließ meinen Blick auf den Weg von links nach rechts gleiten. Es war interessant was es hier alles gab. Wir folgten dem Flur zurück zu Stube und setzten uns dort auf die Couch. Kuvo stand in der Küche und war eifrig am werkeln. Es duftete jetzt schon gut.

Nach und nach kamen alle zusammen. Kovu tat uns allen auf und ich roch an der Reispfanne. Schon nach dem ersten Bissen war mir klar das der Mann nicht nur Kämpfen konnte. „Fabelhaft.“ gab ich kurz zum besten. Es war ausgezeichnet. Die Zusammenstellung der Gewürze war ideal getroffen, der Reis punktgenau gegart. Die Gemüse waren sorgfältig aufeinander abgestimmt. Man merkte das viel Erfahrung und können in dieser Mahlzeit lag. Das war also der Mann mit dem man mich vergleichen wollte. Ich hatte ihn bislang nicht kämpfen sehen, freute mich aber darauf, die Möglichkeit zu haben, ihn in Aktion zu erleben. Vielleicht gab es auf der Reise genug Leute die uns aufhalten wollten. Immerhin wollte er mich ja auch kämpfen sehen.

Ich wusste nicht was mich erwartete, warum jemand der so gut war wie er Schutz brauchte. Es war aber klar das diese Reise nicht einfach werden würde. Ich freute mich darauf endlich zeigen zu können was wirklich in mir steckte. Ich würde mich nachher noch zum meditieren zurück ziehen um sicher zu gehen das ich meine Mitte hatte, bevor wir aufbrechen würden. Ich nahm einen weiteren Bissen. Es war einfach nur lecker, der Abend konnte nur gut werden.
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