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Anbu - Die Elite

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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon Gaara » 11. Sep 2013 16:59

Am Morgen wachte ich auf und blickte hoch an die Wand. Mein Kopf dröhnte und mir war noch immer schwindelig. Immerhin hatte ich es nachhause geschafft. Vorsichtig stieg ich aus dem Bett, wollte Richtung Bad und torkelte in die entgegengesetzte Richtung. Ich stützte mich an der Wand ab. Meine einzige Erinnerung war, dass wir am Abend zuvor ins Casino gegangen waren, doch was nach meinem ersten Drink geschehen war, wusste ich nicht mehr. Ich versuchte erneut ins Bad zu kommen, duschte und machte mich fertig für den Tag. Schließlich klopfte es an meiner Tür. Ich streifte meine schwarze Hose über und öffnete. Kyso stand lächelnd vor mir. "Guten Morgen. Wie geht es dir?" Ich zuckte mit den Schultern und streckte mich. "Den Umständen entsprechend." Kyso lächelte. "Dann lass uns nach unten gehen und frühstücken." Ich nickte und wir machten uns gemeinsam auf den Weg. "Wie war euer Abend?" erkundigte ich mich und Kyso ließ mich vor sich die Treppen heruntergehen. "Es war wirklich gut. Allerdings mussten wir ganze Arbeit leisten, Obo von den Automaten wegzukriegen." Ich lachte. "Wer hätte das gedacht." Wir traten in den Frühstücksbereich des Hostels und setzten uns zu Obo und Kovu, die bereits mit mehreren vollbepackten Tablets an einem der Tische saßen. Ich ließ mich auf einem Stuhl gegenüber von Obo nieder und nahm einen Schluck von dem Orangensaft vor mir. "Wird Zeit für etwas Gesundes, nach all den Drinks gestern, was?" erkundigte sich Obo breit grinsend und ich zog die Augenbrauen hoch. "So vielen waren es nicht..." zischte ich wütend und nahm einen weiteren Schluck. Kovu beobachtete mich noch einen Moment, dann stand er auf und lächelte in die Runde. "Ich werde mich auf den Weg machen müssen. Sicher wird es sich wieder um Stunden handeln, also werden wir uns wohl erst gegen Abend wiedersehen." Kyso nickte und Obo lehnte sich lässig gegen den Tisch und hob die Hand zum Abschied. "Bis später. Wartet nicht auf mich." gab Kovu zwinkernd hinzu und verschwand. "Wo ist eigentlich Renji?" erkundigte Kyso sich nun. Ich zuckte nur mit den Schultern und griff nach einem Reisbällchen. "Nach der Nummer von gestern braucht er sicher-" Obo hob die Hand und zuckte mit zwei Fingern. "- etwas Zeit für sich." Wir starten ihn an, hoben nur fragend die Augenbrauen und er lachte auf. "Renji war nicht auf seinem Zimmer..." murmelte Kyso nachdenklich und Obo seufzte laut. "Ich sag' doch. Die Nummer gestern war zu viel für seinen makellosen Charakter. Wahrscheinlich war allein die Vorstellung schon zu viel für ihn." Kyso rollte mit den Augen und sah aus dem Fenster, während Obo breit zu grinsen begann. Ich biss von meinem Reisbällchen ab und runzelte die Stirn. "Worüber redest du eigentlich? Renji wird wohl kaum das erste Mal ein Casino besucht haben..." Obos Grinsen verschwand. "Na du weißt schon..." Ich zog die Augenbrauen genervt hoch. Warum starrte mich der Volltrottel nun so blöd an? Wollte er mich auf den Arm nehmen? "Nun rück' schon raus damit! Wovon redest du?" Obo lehnte sich genüsslich zurück in seinen Stuhl und sein Grinsen trat erneut auf das verschmitzte Gesicht. "Du hast es also vergessen... Zu viel getrunken, was, Süße?" Nun stand ich auf und lehnte mich zu ihm rüber. "Wovon redest du, Idiot?!" zischte ich wütend und Obos Grinsen wurde so breit wie noch nie. Er öffnete den Mund und flüsterte: "Du hast für ihn..." Stille trat ein und Obo ließ ein noch leiseres "...getanzt..." hören. Ich zog entgeistert die Augenbrauen hoch und blickte zu Kyso. Dieser versuchte sein Lachen zu unterdrücken und nickte stumm. "Nein..." murmelte ich und setzte mich hin. "Oh nein... Dann weiß er es..." Kyso nickte und Obo lehnte sich diesmal zu mir. "Er weiß bescheid, Kleines." Ich legte das Gesicht in meine Hände und versuchte ruhig zu atmen. "Er wird mich nie wieder ernst nehmen. Wieso muss ich mich auch immer zum Affen machen?" "War doch scharf." warf Obo ein und ich drückte sein Gesicht zurück auf die andere Tischseite und blickte zu Kyso. "Warum hast du nichts getan?!" Kyso zuckte nur mit den Schultern und ich nahm ein weiteres Reisbällchen. "Ich hasse es, mit euch zu arbeiten, weil ihr zwei mich schon nicht ernst nehmt! Renji wird genau so dreist sein wie-..." Ich blickte zu Obo, dieser hob nur die Augenbrauen. "Naja, so schlimm ist Kyso nicht." Kyso seufzte und wand sich mir zu. "Renji ist sehr vernünftig und ich denke nicht, dass er dir frech kommen würde." Ich zuckte nur mit den Schultern. "Ja, vielleicht...Ich brauche ein wenig frische Luft." murmelte ich und Obo bezahlte unser Frühstück, bevor wir uns auf den Weg nach draußen machten. Das Wetter war angenehm und die Stadt wirkte nicht mehr ganz so dreckig. Als wir durch die Straßen streiften, kam mir kurz Pain in den Sinn, doch ich verdrängte den Gedanken sofort wieder. "Wie wäre es, wenn wir die Sonne dort oben genießen?" Ich blickte auf das Dach, auf das Kyso zeigte. Direkt über der Innenstadt Ames ragte ein großes Haus empor, in dessen Innerem eine Buchhandlung zu sein schien. Ich nickte nur und wir sprangen hinauf und ließen uns auf der Dachkante nieder, von wo aus wir die Massen beobachteten. "Hoffentlich ist Kovu bald fertig..." wisperte ich und meine Teamkollegen sahen mich an. "Du willst Oto schnell hinter dir haben, richtig?" erkundigte sich Kyso und ich nickte. "Ehrlich gesagt, will ich gar nicht erst dort hin. Oto wird gefährlich werden. Ihr wisst, wie Orochimaru reagieren würde, wenn ich erst einmal dort auftauche." Beide nickten. "Wir passen auf dich auf, Chefchen. Wenn das Juin ausbricht, kriegen wir das schon hin, schließlich sind wir zu viert." Ich zog die Augenbrauen hoch und seufzte. "Was ist mit Sasuke? Selbst Sai hatte keine Chance und ich habe mit ihm bei den Ne so lang zusammengearbeitet... Ich weiß, wie gut er ist." Obo zuckte mit den Schultern. "Sasuke werden wir als Erstes los und direkt danach Orochimaru." Kyso nickte und Obo grinste breit. "Aber bis dahin wird es eine lange Reise. Genieß' erst einmal die Zeit mit uns und Kovu und versuch', Renji etwas näher kennenzulernen und ihm die Chance zu geben, sich zu beweisen." Ich zog die Augenbrauen hoch. "Er ist ein toller Kerl und Obo und ich mögen ihn." Ich nickte. "Ja, er scheint nett zu sein." erwiderte ich halbherzig und wir ließen den Blick durch die Menge streifen.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon Gaara » 11. Sep 2013 17:00

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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon DynamiteJack » 11. Sep 2013 17:00

Ich hatte mich mit den Einkäufen zurück gehalten, da ich keine Lust hatte mehr mit mir herum zu schleppen als nötig. Immerhin würden wir noch einen weiten Weg haben und irgendetwas sagte mir das es noch wild werden würde. Nun saß ich an einem kleinen Stand und hatte mir etwas zu essen gekauft. Mein Blick ging umher während ich genüsslich mein Mittagessen zu mir nahm. Ich genoss die Ruhe und gleichzeitig das Treiben um mich herum. Während ich an den gestrigen Abend dachte. Er war wirklich amüsant gewesen und selten hatte ich soviel Zeit bei einer Mission für solche Extras. Aber das war nur eine Ausnahme gewesen. Nun war wieder Disziplin gefordert um den Rest der Mission zu bewältigen.

Nachdem ich aufgegessen und bezahlt hatte machte ich mich auf den Weg Richtung Hotel. Es war spät geworden und ich nahm an das wir wohl bald aufbrechen würden. Vorausgesetzt Kovu hatte Erfolg und wäre ebenfalls schnell fertig. Oto machte mir immer noch Sorgen. Grade weil wir dort als Konoha-Shinobi auftauchen würden, dürfte es mehr als unangenehm werden. Meine Gedanken während des Weges waren nur bei diesem Abschnitt. Alles andere war einfach. Ich machte mir nicht die Illusion das wir problemlos durch Oto kommen würden. Es würde eine Feuertaufe werden.

Als ich das Hotel erreichte ging ich auf mein Zimmer und holte meine Tasche. Dann wartete ich auf die anderen damit wir los reisen konnten. Ich bereitet mich innerlich vor.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon Gaara » 11. Sep 2013 17:01

Es wurde langsam dunkler - die Sonne ging unter. Wir sprangen von unserer Dachkante und folgtem dem Weg, der uns zum Hotel führte. Ich wollte nicht mit den anderen sprechen und ihnen sagen, wie es mir ging. Diese Blicke des Mitleids, als wenn ich das ärmste Häufchen Elend in der Weltgeschichte wäre, ihr Schweigen, weil sie nicht wussten, was sie sagen sollten, das alles war mir zu viel. Obo und Kyso gingen einen knappen Meter vor mir und ich folgte ihnen stumm, ließ meinen Blick über die Stände schweifen, beobachtete die Bewohner, wie sie vor ihren Haustüren fegten und von der Arbeit nachhause kamen. Wir folgten der Straße, als wir an einigen schicken Häusern vorbeikamen, die mir vollkommen unbekannt waren. "Sind wir hier richtig?" erhob ich das Wort und Obo und Kyso unterbrachen ihr Gespräch und sahen sich um. Wir blickten die Straße hinunter in die Richtung, in die wir gegangen waren und sahen ein Gebäude, an dem ein riesiges Gesicht prankte. Die Zunge hing fahl hinaus und es erinnerte mich an meinen Onkel. Sofort bekam ich eine Gänsehaut und trat einen Schritt zurück. "Wir scheinen in die falsche Richtung gegangen zu sein..." wisperte Kyso und Obo zuckte mit den Schultern, wandte sich um und ging weiter in die andere Richtung. "Jedenfalls hab ich ihr gesagt, sie solle-" fuhr er fort, wurde jedoch von einem lauten Krachen unterbrochen. Überall flogen Betonstücke durch die Luft und wir reagierten in Sekundenschnelle. Obo und Kyso warfen sich in die Mitte der Straße, wo sie Kovu auffingen, der voller Staub zwischen ihnen landete, gekonnt, allerdings froh, jemand bekannten an seiner Seite zu haben, während ich vor ihm zum Stehen kam. Nur ein Augenzwinkern und meine Teamkollegen trugen ihre Masken. In meiner Alltagskleidung trug ich meine Maske nie bei mir, doch das war auch besser so. Anhand meiner Maske konnte es Kennern möglich sein, mich als Anbu-Leader zu identifizieren und dann wussten sie, dass ich auf Mission in Ame war. Wir blickten zu dem riesigen Loch, das direkt durch die Stirn des Gesichtes gesprengt war und der Staub legte sich langsam. Ich hob mit festem Blick den Kopf und erkannte, wen ich schon vorher vermutet hatte. "Nagato..." wisperte ich und Yahikos Körper sah mit ausdrucksloser Miene zu uns hinab. "Danke, Jungs." wisperte Kovu und rappelte sich auf. "Ich dachte, die Akatsuki wäre Ame schon eine ganze Weile losgeworden!" Pain zeigte keinerlei Reaktion und trat einen Schritt vor, was ihn zu Boden gleiten ließ, wo er sanft wie eine Feder aufkam und sich erneut ausstellte. "Du irrst dich..." gab er Kovu mit einem Hauch zurück. "Das ist nichts für euch, Kyso..." zischte ich hinter mich und Kyso blickte mich mit großen, aber ernsten Augen an, als plötzlich Renji hinter ihm erschien. "Soso... Akatsuki, ja?" erkundigte dieser sich und ließ seinen Rucksack fallen. Ich schluckte und Pain machte einen Schritt auf uns zu. Die Straße wirkte wie leergefegt, obwohl sie nur wenige Minuten zuvor noch recht bevölkert war. "Wir können viel leisten und haben große Shinobi und Kunoichi auf unserer Seite! Wir könnten Ame wie eine Blume zerdrücken." stieß Kovu hervor und ich drehte mich erneut um. "Verzieht euch, das ist eine ganz andere Nummer..." zischte ich wieder und Renji zog einen Kunai. "Das ziehen wir als Team durch, Senpai. Verlass dich auf uns!" Ich schüttelte ganz leicht den Kopf und machte einen Schritt nach hinten. "Vergiss es, Renji. Das ist keine normale Mission. Ich würde diese Mission nicht einmal als X-Rang-Mission einstufen können. Hier geht es darum, wer am schnellsten verschwinden kann und unser Auftrag ist es, Kovu zu schützen." Renjis Blick ruhte beunruhigt auf mir, doch er nickte nur. "Verstanden, Senpai." "Wir werden zurückkommen, Matsuri. Egal, was passiert." murmelte Kyso und mache mit Obo einen Schritt rückwärts, der Kovu mit sich zog. Nun erhob Pain das Wort. "Kosuro no Matsuri..." Leise ließ er ein gespieltes Lachen ertönen, das jedoch nach einem Augenzwinkern sofort verschwand. "An welch merwürdigen Orten man sie wiedertrifft... Diese Freunde von damals..." wisperte er und ich sah ihm direkt in die Augen, um seinem Blick standzuhalten. "Ich bin nicht hier, um zu reden, Pain." rief ich ihm gereizt entgegen. Er lächelte für eine Sekunde auf und nickte. "Richtig." Dann schoss er auf Kovu zu. Mit einer winzigen Bewegung schnellte ich vor ihn. Ich wusste, dass Nagato mir kein Haar krümmen würde, wenn ich es nicht ebenso tat. Dann, vollkommen aus dem Nichts, raste Renji vor mich und Pains Faust fing sich in Renjis offener Hand. Die eine Hand zur Verstärkung von hinten gegen die andere gedrückt, fing er mit festem Stand nur knapp über seinem Kopf Pains Angriff ab. Ich spürte die riesige Menge Chakra, die der Akatsuki Leader zwischen seiner Faust und Renjis Händen durch seinen Angriff weggedrückt hatte, doch ich bemerkte auch die strahlend blaue Restmenge, die zwischen ihren Händen nur wenige Millimeter Raum ließ. "Was machst du da?!" zischte ich gereizt und Renji drehte den Kopf ein wenig, um mich sehen zu können, bewegte sich sonst keinen Zentimeter, blickte mich an - und grinste. "Du bist Kovus einzige Chance, hier sicher rauszukommen, Senpai." Sprachlos starrte ich zu Renji auf, der ein Stück größer war als ich, und er lächelte weiter, als würden wir eine ganz normale Unterhaltung führen. "Ich denke nicht, dass ich ihn lange aufhalten kann, aber ich werde mein Bestes geben." Ich blickte in Renjis ungewöhnlich helle, blaue Augen und mein Kopf setzte für eine Sekunde aus. Was tat er da? Wieso stellte er sich gegen so einen Gegner, von dem er sogar wusste, dass es kein Entkommen gab, würde man sich erst einmal zum Kampf gegen ihn bereit machen? Woher kam diese Kraft und all das Chakra? Sicher hatte Pain es mit einem einzigen Angriff fast zunichte gemacht, doch ich hatte nie zuvor gesehen, dass jemand mit Renjis mir bekannten Fähigkeiten und Leistungen eine solche Menge Chakra hervorbrachte und ich war mir sogar fast sicher, da war noch mehr. Woher nahm er diesen Mut, sich einem solchen Gegner entgegen zu stellen? "Geh' schon. Das Missionsziel steht an erster Stelle, das weißt du doch." presste er hervor und rutschte einige Millimeter weiter in meine Richtung, als Pain etwas mehr Kraft in seine Faust legte. 'Beeindruckend...' wisperte mein Bijuu in meinem Kopf und ich schluckte. Renjis Blick ruhte etwas ratlos auf mir und wir blickten uns an. Für einen Moment hatte ich das Gefühl, er wisse genau, was ich dachte. "Ich denke, Chakra ist wohl mein Fachgebiet." murmelte er und lächelte erneut, als ich weiter zu ihm aufblickte. "Komm schon, Senpai." Es dauerte eine Sekunde, bis ich mich gefangen hatte. Das konnte ich nicht tun. Ich konnte Renji nicht zurücklassen. Mir war jede Kleinigkeit von Pains Kraft im Gedächtnis geblieben und mir würde er nichts tun, dessen war ich mir sicher. Wieso also Renji in größter Lebensgefahr zurücklassen, nur um Kovu von hier fortzubringen, wenn Pain sowieso nicht zwingend darauf aus war, ihn aus dem Weg zu räumen. "Souko, es wird Zeit. Ich brauche dich kurz..." dachte ich und spürte, wie mir eiserne Kälte durch die Adern drang und mir fast die Luft wegblieb. Ich mochte dieses Gefühl auf seine spezielle Art und Weise. Mit meinem eigenen Chakra hätte ich Pain sicher zu Fall gebracht, aber bis zur kurzzeitigen Bewusstlosigkeit konnte mir nur Soukos Chakra behilflich sein. Pain war einer der stärksten Shinobi, die ich in meinem Leben kennengelernt hatte und sicher könnte selbst mein Onkel sich nur mit größten Mühen gegen ihn behaupten. In Sekundenschnelle - denn Schnelligkeit war schließlich eines meiner zwei 'Fachgebiete' - huschte ich unter Renjis Arm hindurch, konzentrierte den Bruchteil von Soukos freigesetztem Chakra auf mein Bein bis ins Ende meiner Zehenspitzen und trat Pain mit voller Wucht in den Brustkorb. Der Shinobi mit dem Akatsuki-Umhang knallte durch die Wand des Gebäudes, aus dem er gekommen war und blieb dort bewusstlos liegen. Schnell drehte ich mich zu meinem Team um. "Wir haben nicht viel Zeit!" begann ich leise. "Verschwindet so schnell es geht aus Ame und macht euch auf den Weg nach Tori no Kuni. Sobald ihr außer Reichweite des Dorfes seid, lasst euch nicht anmerken, dass irgendetwas vorgefallen ist." Obo und Kyso drehten sich mit Kovu zwischen sich um und Kyso blickte in Eile zu Renji. "Komm, Renji! Beeil dich." zischte er, doch Renji blickte zu mir. "Was ist mit dir, Senpai?" Ich winkte ab, drehte mich um und spürte seine Hand an meiner Schulter. Ruckartig drehte ich mich wieder zu ihm. Schnell kniete er sich vor mich. "Verzeih mir, Senpai, aber bitte beantworte meine Frage!" Den Blick gen Boden gerichtet, zog ich ihn hoch und blickte in sein ernstes Gesicht. 'Eher sterbe ich, als meine Freunde aufzugeben!' traten mir seine Worte ins Gedächtnis und ich blickte ebenso ernst zurück. "Ich komme nach, sobald ich kann. Mir wird er nichts tun. Verlass dich auf mich." Es dauerte eine Sekunde, dann nickte Renji und ich und Kyso tauschten einen wissenden Blick. Schließlich verschwanden die vier im Nichts und ich ging langsamen Schrittes auf meinen alten Teamkollegen zu und blieb neben ihm stehen, als er sich langsam aufrappelte. "Warum bist du noch hier, Nagato?" erkundigte ich mich mit verschränkten Armen und Yahikos Körper zeigte erneut sein so kurzes Lächeln. "Warum bist du wieder hier, Matsuri...?" wisperte er zurück, zog mich ruckartig zu sich und wir verschwanden in völliger Dunkelheit.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon DynamiteJack » 11. Sep 2013 17:04

Zu viert verließen wir Ame und machten uns auf den Weg nach Tori no Kun. Über die Dächer von Ame rannten wir zum Ausgang und ließen es schnell hinter uns. Nachdem wir etwas Strecke zwischen uns und Ame gebracht hatten blieben wir kurz stehen und blickten uns um. „Keine Verfolger.“ Bestätigte Kyso und Obo machte einen ernsten Gesichtsausdruck. „Was hatten die den da verloren?“ „Ich weiß es nicht...“ sagte Kovu. „Hast du etwas erreichen können?“ fragte ich Kovu. „Ja, aber ich bezweifle das Ame in nächster Zeit von großer Hilfe sein wird.“ „Nun müsst ihr euren Verbündeten bereit Aufbauhilfe leisten bevor das Bündnis richtig angefangen hat.“ entgegnete ich. „Wir werden sehen was sie brauchen werden. Vielleicht schaffen sie es selbst die Schäden zu reparieren.“ Ich nickte und sah zu meinen Teamkameraden.

Obo ergriff das Wort. „Ihr habt Matsuri gehört. Wir werden nach Tori no Kun reisen damit Kovu seinen Auftrag ausführen kann. Matsuri wird dort wieder zu uns stoßen.“ „Hoffst du?“ gab ich fragend zurück. „Renji, es gibt einige Sachen die...“ „Die ich nicht weiß oder verstehe? Deren Zusammenhänge mir nicht bekannt sind?“ Unterbrach ich Obo, welcher mich nun fest anblickte. „Genau das.“ „Scheint wohl momentan gang und gebe zu sein. Aber ich werde keine Fragen stellen. Solange ihr euch keine Gedanken macht, werde ich mich zurückhalten.“ „Danke Renji.“ Antwortete Obo. „Sie wird es schaffen Renji und schnellst möglich bei uns sein.“ antwortete Kovu und Kyso nickte ihm zustimmend zu. Ich blickte die drei an und nickte nur kurz. „Wir sollten uns auf den Weg machen oder?“ Obo nickte. „Ja, lasst uns.“ Wir nahmen die Masken ab und gingen langsam die Straße nach Tori no Kun entlang.

Kovu erzählte uns etwas über das Dorf das wir nun aufsuchten. Das der ehemalige Daimyō verstorben war und nun seine Tochter Toki die Geschicke des Dorfes leitete. Das es arm war aber sich langsam erholte. Wir hörten aufmerksam zu während wir die Straße entlang gingen. Je weiter wir von Ame weg waren desto mehr spürte ich wie meine Hände schmerzten. Ich hatte einiges an Chakra durch gejagt und auch das Chakra von Pain hatte einiges an Schaden angerichtet. Ich griff in meinen Rucksack und zog eine Schatulle mit einer Salbe heraus. Kyso blickte zu mir. „Alles in Ordnung Renji?“ „Ja, nur etwas die Hände verbrannt.“ Ich cremte meine Hände ein und Obo sah zu mir. „Was war das Renji?“ „Was meinst du?“ „Der Block von Pains Attacke.“ Ich sah ihn nur fragend an. „Ein Block halt. Was soll daran...“ Nun war es Kovu der mich unterbrach. „Pain ist unglaublich stark. Er kann ein ganzes Dorf zerstören.“ „Ich nehme an er hat es nicht drauf angelegt.“ Die drei sahen mich an und ich zuckte mit den Schultern. Wir schwiegen kurz bis Obo wieder das Wort ergriff. „Junge, du bist voller Überraschungen.“ „Genau wie diese Team.“ Gab ich zurück und wir setzten unsere Reise fort.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon Gaara » 11. Sep 2013 17:05

Als ich wieder etwas sah, blickte ich mich um, um herauszufinden, wo wir gelandet waren. Sofort kamen die Erinnerungen hoch und ich schloss wissend die Augen. "Das Hauptquatier?" wisperte ich und sah Pain aus den Augenwinkeln nicken. Er ging ein Stück durch die riesige Höhle. "Und sieh' nur, was ich all die Zeit für dich aufbewahrt habe..." wisperte er und ich drehte mich zu ihm um. Er blickte mich mit ausdrucksloser Miene an und trat wieder näher. In seiner Hand hielt er meinen alten Akatsuki-Umhang, zusammen mit meinem Headband. Darauf prangte Sunas Symbol und ich erinnerte mich kurz an meine Heimat, bevor ich gereizt die Augenbrauen hochzog. "Lenk nicht ab. Was ist mit Ame? Sind die Leute dort noch immer naiv genug zu glauben, du wärst ihr großer Gott oder... was auch immer?" Yahikos Körper kam näher und ich ging genervt einige Schritte zurück. "Nun komm wenigstens selbst aus deinem Versteck, Nagato." zischte ich und blieb stehen, als er nicht davon abließ, mir zu folgen. Vorsichtig trat er um mich herum und ich verharrte auf einer Stelle, rührte mich nicht und schloss die Augen, um Ruhe zu bewahren. Als ich Pains Atem in meinem Nacken spürte, öffnete ich die Augen und versuchte reglos aus den Augenwinkeln heraus einen Blick auf ihn zu erhaschen. "Wieso sollte ich herauskommen, wenn alles, was Yahikos Körper spürt, direkt zu mir durchdringt?" wisperte Nagatos Tendou hinter mir und ich spürte, wie seine Hand mein T-Shirt zurück über meine Schulter zog. Ganz vorsichtig legte er mir den Umhang um. Kurz spürte ich, wie seine Finger über meine Haut fuhren und ich versuchte, meine Gedanken wieder bei Ame zu sammeln. "Weißt du, was mich an deinem Bijuu schon immer so fasziniert hat?" erkundigte sich Pain, verharrte jedoch direkt hinter mir. Ich antwortete nicht und wartete darauf, dass er fort fuhr. "Yonbi no Souko ist so stark-" "Er ist nicht viel stärker, als die anderen Bijuu." warf ich leise ein und sah Pain aus den Augenwinkel heraus. Er lächelte kurz. "Er ist so voller Macht, dass man sie spürt, wenn man seinem Jinchuuriki zu nahe kommt..." wisperte er. Ich drehte den Kopf ein wenig zu Seite und musterte Pain, der nur wenige Zentimeter hinter mir stand. Plötzlich ließ er mein Headband fallen und ich drehte mich ruckartig zu ihm um. Er schloss die Augen fast und blickte mit tiefem Blick zu mir runter. "Es ist wie ein Adrenalinstoß, der den ganzen Körper durchfährt..." Ich spürte Pains Atem sanft in meinem Gesicht und beobachtete, wie er sich langsam weiter zu mir runterbeugte. Seine Nase streifte meine und ich spürte förmlich, wie seine Kräfte wie sanfte Schallwellen auf meine trafen. Wie zwei hochexplosive Bomben, die einander erkannten und sahen, was für ein Unheil sie gemeinsam bildeten. Ich bekam kaum Luft, holte sie mir stockend durch den Mund und spürte ganz sanft, wie Pains Lippen vorsichtig über meine streiften, ohne mich jedoch zu küssen. "Es ist wie ein elektrischer Stoß, der das Blut pulsieren lässt..." wisperte er. Nun glitt er mit seiner Wange ganz vorsichtig an meiner Schläfe entlang, so langsam, dass man die Bewegung kaum wahrnahm und doch jede Sekunde intensiv spürte, wie unsere Haut sich berührte. Pains Hand strich mir mit dem Mittelfinger sanft über den Handrücken und seine Nase glitt zu meinem Kinn. Ich spürte die Chakraempfänger an den Seiten seiner Nase und mir stockte der Atem.
"Das Gefühl, über Leben und Tod zu verfügen und das zierliche Instrument dazu in den Händen zu halten, als wäre es etwas alltägliches..." wisperte er weiter und seine Nasenspitze glitt mein Kinn hoch und ganz vorsichtig und sanft über meine Lippen, erneut zu meiner Nase. "Dieser eine Moment macht es zu einer Sucht..." Er schien zu stocken, ich spürte ihn fast einen Moment zurückweichen, bevor er schließlich seine Lippen in Zeitlupe gegen meine drückte.
Zuletzt geändert von Gaara am 11. Sep 2013 17:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon DynamiteJack » 11. Sep 2013 17:05

Wir erreichten Tori no Kun, als es bereits dunkel geworden war. Matsuri hatte noch nicht aufgeschlossen. Und so nahmen wir erst einmal nur vier Zimmer. Ich bezog meines und ich traf die Jungs zum verspäteten Abendessen in der Messe. „Ich werde Morgen früh um ein Treffen mit der Regentin bitten.“ sagte Kovu. Obo nickte kurz. „Wir werden den Tag Morgen auf Matsuri warten.“ sagte er eher zu Kovu gerichtet. Dann blickte er zu Kyso und mir. „Wir werden in Bereitschaft bleiben. Nur für alle Fälle.“ Kyso und ich nickten ihm zu. „Dann sollte ich mich wohl etwas vorbereiten.“ sagte ich zu Obo. „Ich muss mein Chakra wieder regenerieren.“ „Mach das. Leute wir teilen uns auf. Drei Leute, drei Wachen.“ Kyso und ich nickten. „Du solltest dich hinlegen um ausgeruht zu sein.“ Bemerkte Obo an Kovu gerichtet.

Als wir mit essen fertig waren zogen Kovu, Kyso und ich mich zurück. Obo wartete unten und absolvierte die erste Wache. Ich nahm erneut die Kerze aus meinem Rucksack und zündete sie an nach dem ich mein Shirt ausgezogen hatte. Nun setzte ich mich vor die Kerze und begann meine Meditation. Ich musste mein Chakra wieder fokussieren, nach dem ich es gegen Pain durch komprimieren in Unruhe gebracht hatte. Ich spürte wie langsam das Chakra wieder zur Ruhe kam und sich stabilisierte. Der nächste Kampf würde kommen können. Ich losch die Kerze und legte mich, nachdem ich mich frisch gemacht hatte auf mein Bett. Als nächstes würde Kyso Wache halten und ich danach bis zum Morgen. Danach würde einer sich in Kovus nähe aufhalten, während die anderen beiden unauffällig observierten.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon Gaara » 11. Sep 2013 17:07

Am frühen Morgen verließ ich das Hauptquartier. Meine Gedanken gingen in alle Richtungen. Ich war froh, dass ich Pain nicht verfallen war, ebenso wie er es genossen hatte, mich für diesen kurzen Moment zu berühren und Soukos Seele in meinem Körper zu spüren. Es war ein komisches Gefühl, dass wir uns die ganze Nacht unterhalten hatten, als wäre nichts gewesen. Erst diese zärtlichen Berührungen und dann dieses plötzliche Ende. "Hast du es gespürt?" hatte er mich gefragt und ich musste mir eingestehen, dass es ein seltsames Gefühl gewesen war, jedoch genau das, was Pain mir zuvor beschrieben hatte. Es war mir seltsam vorgekommen, als wir einander danach nur angesehen und uns über all die Geschehnisse der letzten Monate unterhalten hatten. Nachdem ich mir Pain noch einmal ins Bilde holen konnte, war mir klar, wieso er den Vertrag nie unterschrieben hätte - sicher ein Nachteil für Kovu, aber nicht verwunderlich bei Nagatos Plänen.

Die Sonne ging gerade auf und ich spürte, dass mein Körper erschöpft und wie gelähmt war. Inzwischen war ich von der Leichtigkeit des gestrigen Tages in das Loch gefallen, das sie hinterließ und ich wollte mich hinlegen und meine Reserven auftanken. Es wurde Zeit, nach Tori zu gehen, doch ich spürte auch, dass meine Beine nicht mehr weiter konnten. Mir blieb keine Wahl. Ich musste weiter und zu meinem Team. Sicher machten sie sich keine Sorgen. Obo, Kyso und Kovu wussten, dass mir keinerlei Gefahr drohte, und trotzdem wollte ich sie nicht beunruhigen. Kurzerhand zog ich mein Zopfgummi vom Handgelenk, band mir die Haare zurück und zwang meine Beine weiterzulaufen. Es würde viel zu lang dauern, bis ich im Dorf ankommen würde, wenn ich nun noch eine Pause machte. Außerdem wollte Kovu direkt am Abend weiter nach Suna - meine Heimat. Wenn ich mein Team erwischen wollte, musste ich mich beeilen. Noch vor Sonnenuntergang musste ich in Tori ankommen.
Zuletzt geändert von Gaara am 11. Sep 2013 17:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon DynamiteJack » 11. Sep 2013 17:07

Ich stand auf und machte mich fertig um Kyso abzulösen. Inzwischen ging es meinen Händen besser und auch mein Chakra war wieder so wie es sein sollte. Nach dem ich mich frisch gemacht hatte und angezogen war, ging ich nach unten. „Guten Morgen Kyso. Irgendwas passiert?“ „Gar nichts. Aber das wundert mich nicht. Es wird wohl dauern bis sie hier ankommt.“ Ich zuckte nur mit den Schultern. „Was auch immer.“ „Renji?“ sprach mich Kyso mit fragendem Blick an. „Was ist los mit dir?“ „Gar nichts. Ich versuche mich nur nicht mehr über dieses Team zu wundern und Sachen als gegeben hinzunehmen da man nicht darüber reden will. Oder kann.“ „Das musst du verstehen, es ist...“ Ich unterbrach Kyso. „Schon in Ordnung. Es ist egal. Ruh dich jetzt erst einmal ein wenig aus. Der Tag wird wieder lang genug.“ Kyso verabschiedete sich und ich blickte auf die leeren Straßen die nach und nach in ein Zwielicht getaucht wurden. Es war angenehm so früh Morgens diese Ruhe zu genießen.

Einige Stunden später stand die Sonne bereits niedrig am Horizont und meine Teamkameraden kamen aus ihren Zimmern nach unten. Obo sah mich an. Doch ich schüttelte nur den Kopf. „Gar nichts.“ „Okay. Dann werde ich mit Kovu gehen. Kyso du nimmst Renji mit. Haltet die Augen offen.“ Wir nickten und gingen zum Frühstück. Auch Kovu kam nur wenig später zu uns. „Matsuri?“ war seine frage. Kopfschütteln bei Obo. Kovu schien bedrückt doch Obo lächelte. „Du kennst sie. Sie kommt nach sobald sie kann.“ Kovu nickte und die drei Frühstückten während ich in meinem Essen rum stocherte. Obo blickte mich an . „Was ist mit dir Renji?“ „Keinen Appetit. Das ist alles.“ „Du solltest was Essen. Der Tag wird lang und bis Morgen müssen wir in Suna sein.“ „Das wird eine ganz schöne Strecke Renji. Überleg es dir.“ bemerkte Kovu. „Geht schon. Ich packe mir was ein.“ bemerkte ich kurz und sah aus dem Fenster. Kyso schaute mich an doch ich erwiderte seinen Blick nicht.

Nach dem Essen gingen Kovu und Obo zum Regentenpalast um Toki aufzusuchen. Kyso und ich machten nichts anderes als von verschiedenen erhöhten Positionen aus die Umgebung im Blick zu halten. Drei Kreuze wenn wir endlich nach Suna aufbrechen würden. Der Tag verging und so wurde es später Nachmittag ohne das etwas passiert war.
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Re: Anbu - Die Elite

Beitragvon Gaara » 11. Sep 2013 17:11

Als er langsam Abend wurde, erreicht ich Tori no Kuni. Ich mochte Tori und fand es schade, dass wir wahrscheinlich direkt wieder weiter mussten, allerdings freute ich mich auch, nach so langer Zeit wieder nachhause zu kommen. Vorsichtig kam ich auf dem Boden auf, passierte das Eingangstor und ging durch die leeren Straßen. Die Laternen beleuchteten sie ein wenig und obwohl es inzwischen dunkel war, hörte man die Vögel munter zwitschern. In meinem Kopf schwirrte noch immer das Gespräch mit Nagato. Sicher würde Ame irgendwann zu Grunde gehen, wenn die Leute dort weiterhin so naiv waren, Pain all sein Gerede abzukaufen. Gedankenversunken ging ich um eine Ecke und stieß mit jemandem zusammen. "Wa-?!" kam es nur und ich geriet ins Straucheln und fiel zu Boden. "Matsuri!" freute sich nun Kovu und Obos Hand zog mich mit einem Ruck am T-Shirt hoch. Tatsächlich war ich auf mein Team gestoßen, die mich alle - bis auf Renji - recht freudig ansahen. "Ich sagte ja, ihr würde nichts passieren..." murmelte Kyso und Obo grinste breit. "Sind gerade auf dem Weg nach Suna." Ohne großes Gerede gingen wir weiter. "Warst du erfolgreich?" erkundigte ich mich bei Kovu und dieser nickte. "Natürlich." Zwinkernd legte er mir die Hand auf die Schulter und sein Blick wurde ernster. "Danke, wegen dieser Sache mit Akatsuki..." Ich schüttelte lächelnd den Kopf. "War doch klar, dass Oto nicht alles sein konnte." Kovu sah mitleidig zu mir hinunter und ich ließ meinen Blick nach vorn schweifen. "Keine große Sache." Wir passierten das Tor und es dauerte kaum eine Stunde, bis wir schließlich die riesige Wüste vor Suna erreichten. Noch war das Dorf nicht zu erkennen, doch ich spürte förmlich, wie meine Füße mich dort hin trugen, als wenn sie wüssten, wo mein Platz war. Inzwischen war es abgekühlt und ich war froh darüber, denn meine Beine waren taub vom Laufen, mein Kopf setzte immer wieder aus und letztendlich war mir klar, dass ich ohne weiteres zusammenbrechen würde, wenn ich aufhörte, zu laufen. Obo und Kyso unterhielten Kovu einige Meter vor mir. Hinter mir wanderte Renji stumm vor sich hin und ich ließ mich ein wenig zurückfallen.

"Hey." wisperte ich, um Obos Aufmerksamkeit nicht auf uns zu lenken. Renji sah nur kurz auf, lächelte und blickte weiter geradeaus. Ich blickte an ihm herunter und schließlich weiter in die Richtung, in die wir gingen. Es gab einen unangenehmen Moment des Schweigens und ich holte Luft. "Eine wirklich mutige Aktion von dir. So etwas erfordert nicht nur Hingabe für das eigene Team, sondern auch eine Menge Selbstlosigkeit." Renji nickte stumm. Was war nur los? War er einfach erschöpft oder fiel ich ihm mit meinem Gerede zur Last? "Pain ist kein simpler Tagedieb. Ihn zu stoppen kostet eine Menge Kraft. Anscheinend schlägst du dich nicht schlecht, selbst gegen solche Gegner. Du scheinst dir deinen Platz in meinen Einheit wirklich verdient zu haben." Renji nickte erneut. "Danke." Ich versuchte mit aller Kraft, ein wirklich netter Gesprächspartner zu sein und zog ein weiteres Kompliment hervor. "Deine Testergebnisse waren toll. Es ist Monate her, dass ich jemanden mit solch einer Bewertung gesehen habe." Wieder nickte er. Ich beschloss, es anders zu versuchen. "Wie lang kennst du Kyso und Obo schon." Renji schien kurz zu überlegen. "Ziemlich lang eigentlich." murrte er nur. Ich versuchte mir ein Lächeln auf's Gesicht zu zaubern. "Dann hat Obo dir sicher die Geschichte mit dem Sake-Händler aus Iwa erzählt!" warf ich ein und sah ihn gespannt an, in Erwartung eines Lachens. Renji schüttelte nur den Kopf und runzelte die Stirn. "So gut kenne ich ihn wohl doch nicht. Aber es gibt ja so einiges, das ich nicht zu kennen und zu wissen scheine." Ich warf einen Blick zu Kyso, Obo und Kovu und zog die Augenbrauen hoch. "Wovon sprichst du?" erkundigte ich mich vorsichtig, ahnte es allerdings. "Warum musstest du dich unbedingt um diesen Akatsuki kümmern, Senpai? Und wieso war keiner ernsthaft in Sorge um dich?" Ich zuckte gespielt unwissend mit den Schultern. "Ach, ich bin nun einmal Leader der Anbu. Ich komme nicht so oft raus ... und wenn, brauche ich ein wenig Abwechslung..." murmelte ich. "Und keiner sorgt sich um dich? Ich selbst habe sein Chakra gespürt. Er hätte dich in den Tod reißen können, Senpai." Ich holte Luft und starrte gen Himmel. "Ich bin eben gut. Die Jungs kennen mich schon lang und wissen, dass ich gut klarkomme." Renji beobachtete mich ungläubig. "Und wo bist du so lang gewesen? Habt ihr so lang kämpfen müssen?" Ich zuckte mit den Schultern. "Manche Gegner sind schneller besiegt als andere. So ist das." Renji atmete schwer aus. "Ich zwinge dich ja nicht, mir die Wahrheit zu sagen, Senpai. Aber ich bin nicht auf den Kopf gefallen. Das ist doch alles an den Haaren herbeigezogen." Ertappt sah ich von ihm weg und sah in der Ferne Suna aufragen. Ich nahm mein Konoha Headband vom Kopf und steckte es in meine Tasche. "Du hast recht, Renji. Da gibt es eine Menge, die du wissen solltest, allein schon, weil mir deine Aktion von gestern bewiesen hat, wie loyal du den Anbu gegenüber bist." Renji blickte mich fragend an und ich holte noch einmal Luft. "Außerdem wäre es kein Problem für mich, dich aus dem Weg zu räumen, solltest du mir deswegen Ärger machen." wisperte ich ihm mit ruhiger Stimme zu und sein Blick wurde schlagartig ernst. Ich griff in meine Tasche. "Ich brauche nur wenige Stunden Schlaf, aber ich werde dir erzählen, was vor sich geht, sobald ich mich erholt habe." Ich spürte mein Suna Headband, zog es hervor und band es mir diesmal um die Stirn, zog es hinten fest und sah die riesige Felsspalte, die Sunas Eingang bildete, vor uns aufragen. "Geheimnis Nummer 1." begann ich und Renji musterte mich interessiert. Ich lächelte ihm zu. "Ich komme aus Suna und, so absurd das klingen mag, meine Eltern haben mir ein Haus hinterlassen." Renji holte einige Schritte zu mir auf. "Also schlafen wir diese Nacht in keinem Hostel?" Ich schüttelte sanft den Kopf. "Ich bin seit Monaten nicht zuhaus' gewesen, aber wenn das alte Herrenhaus noch an seinem Platz ist, werden wir wohl eine eigene Unterkunft haben." Ich nickte den Wachen Sunas wissend zu und sie ließen uns ohne weitere Stopps passieren.
Zuletzt geändert von Gaara am 11. Sep 2013 17:28, insgesamt 1-mal geändert.
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