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Anbu - Die Elite (Neu aufgesetzt)

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Anbu - Die Elite (Neu aufgesetzt)

Beitragvon Gaara » 31. Aug 2014 01:10

Es war spät geworden. Inzwischen lag Konoha in vollkommener Dunkelheit. Ich hatte nicht viel länger gebraucht als gewöhnlich und trotzdem fühlte mein Körper sich an, als hätte er einen Tagesmarsch hinter sich. Ich ließ Konohas Tore hinter mir und verlangsamte meinen Gang. Der Hokage-Turm, in dem sich die Räumlichkeiten der Anbu befanden, war nicht weit entfernt. Mir wurde immer wieder kurz schwindelig, doch ich ging zielstrebig weiter. Sobald Ibiki mich auf den neusten Stand gebracht hatte, konnte ich mich schließlich endlich zurückziehen.
Es kam mir erneut viel zu lang vor, doch nach einer Weile erreichte ich den Turm und trat kurz darauf in mein Büro. Ibiki sah einige Unterlagen durch und lächelte kurz, als er mich in der Tür erblickte. "Guten Abend." "N'Abend." antwortete ich knapp und versuchte nicht allzu erschöpft zu wirken. "Wie ist es gelaufen?" erkundigte sich meine Vertretung sofort. "Alles wie geplant. Es hätte nicht besser laufen können." Es legte sich ein Moment der Stille über uns, als ich mich neben Ibiki auf einen Stuhl niederließ und sofort spürte ich seinen Blick auf mir. "Geht es dir gut?" Ich nickte und sah gespielt interessiert auf die Unterlagen vor uns. Konzentriert versuchte ich, den ersten Satz eines Berichtes zu lesen und hatte ihn auch nach dem vierten Mal noch nicht verstanden. "Vielleicht sollte jemand einen Blick auf deine Verletzungen werfen." Ich rollte neckisch mit den Augen und zwang mir ein Lächeln auf. "Verletzungen? Es geht mir gut, Ibiki. Na komm, wir wollen doch beide nach Hause. Lass uns das Ganze hinter uns bringen." Er wandte sich nicht ab. "Matsuri, der Schnitt an deinem Hals blutet noch immer. Du weißt genau so gut wie ich, dass das kein gutes Zeichen sein kann." Ich wollte gerade das Wort erheben, als Ibiki erneut Luft holte. "Und die Hämetome an deinen Oberarmen solltest du wenigstens kühlen." Der Schmerz pochte kurz auf und ich schluckte. "Ich... Ich werde heute im Krankenzimmer bleiben und Souta um Versorgung bitten, in Ordnung?" Ibiki blickte mich einen Moment fest an, nickte dann jedoch. "Er ist sowieso noch im Dienst." Ich zog überrascht die Augenbrauen hoch. "Wirklich? Wieso?" Ibiki seufzte. "Einer der Neulinge hat sich bei der ersten Mission nicht sonderlich geschickt angestellt. Inawa, Megumi." Mein Gegenüber zog eine Akte aus dem Stapel hervor und warf sie mir hin. Ich öffnete sie und blickte in das Gesicht einer jungen Dame um die dreißig. "Etwas spät, um zu den Anbu zu wechseln." Ibiki zuckte nur gleichgültig mit den Schultern. "Die Neulinge sind nicht unbedingt die Besten der Besten. Allerdings habe ich sie bereits vorgewarnt, dass du vermutlich die Hälfte von ihnen aussortieren wirst, sobald du zurück bist." Ich nickte langsam. "Vielleicht ist das besser. Eine Wach-Mission und sie verletzt sich? Wie soll ich mich denn auf solche Leute verlassen können?" Wir schwiegen einen Moment. "Wie auch immer. Alle Neulinge werden morgen um 9 mit ihren Teams in Halle Eins erscheinen und das Trainingsprogramm für Neulinge auf höchster Stufe durchlaufen." "Das klingt gut, dann kann ich solche Kandidaten gleich wieder loswerden. Sind die alle so?" fragte ich etwas enttäuscht. Ibiki huschte ein Lächeln übers Gesicht. "Nicht alle. Ich hab auch noch den hier für dich." antwortete er und schob mir eine weitere Akte zu. Ich öffnete sie mit runzelnder Stirn und blickte in eisblaue Augen. "Kakume, Renji." wisperte ich und hob etwas unwissend die Augenbrauen. "Kakume." wiederholte Ibiki und ich begriff. Neben all den Gerüchten über den Clan der Kakume, die mir in den Kopf schossen, tauchte bei dem Namen Renji Sasukes Gesicht vor mir auf. Ich hatte das Gefühl, er hätte ihn erwähnt, wischte den Gedanken jedoch schnell wieder beiseite. "Und?" Ibiki lehnte sich zufrieden zurück. "Er hatte das beste Prüfungsergebnis unter den Neuen." "Und für seine 19 Jahre hat er schon einiges gemacht..." murmelte ich, als ich die Akte genauer studierte. Wir schwiegen eine Weile und ich griff schließlich die restlichen Akten und schob sie in meine Tasche. "Ich werde einen Blick hineinwerfen und morgen schauen, wen ich gebrauchen kann." löste ich unsere Runde auf. "In Ordnung. Und bleib über Nacht hier." Ibiki warf mir einen mahnenden Blick zu und ich nickte.
Wir verabschiedeten uns und ich ging in Richtung Krankenzimmer davon.
"Souta." machte ich leise auf mich aufmerksam, als ich den kleinen Raum betrat und er wischte sich überrascht die Haare aus dem Gesicht. "Kätzchen..." hauchte er lächelnd und drückte mich zärtlich. "Wie geht es dir?" Ich versuchte das Gesicht nicht zu verziehen und nickte kurz. "Eigentlich gut, aber Ibiki hat mir eingeredet, mich kurz checken zu lassen." Souta warf sofort einen ernsten Blick auf den Schnitt an meinem Hals und band dann kurzerhand seine Haare zurück. "Setz' dich." Ich tat wie geheißen und nahm auf der Liege Platz. Souta setzte sich auf den Stuhl vor mir, traf kurz einige Vorbereitungen und begann sofort damit, die Wunde zu reinigen und zu verbinden. "Das hätte auch anders enden können... nur wenige Millimeter zwischen dir und dem sicheren Tod." Ich tat das Ganze mit einer Handbewegung ab, auch wenn Souta, stillschweigend und offensichtlich besorgt, sich inzwischen abgewandt hatte, um seine Handschuhe loszuwerden. "Woher kommen die Hämatome?" erkundigte er sich und verstaute die Verbände in den vorgesehenen Fächern, ohne zu mir zu blicken. Ich sah an meinen Oberarmen herunter. "Du warst doch gar nicht hier." Ich schluckte kurz und zuckte die Schultern. "Keine Ahnung." "An den gleichen Stellen?" Souta drehte sich zu mir um und ich zuckte erneut mit den Schultern. "Sowas kann passieren." Unsere Blicke trafen sich kurz und er begann vorsichtig damit, eine dünne Schicht Salbe auf die dunklen Flecken aufzutragen. "Du bleibst über Nacht hier, damit dein Körper sich vom Juin erholen kann." Ich nickte stumm. "Und... Du solltest ernsthaft darüber nachdenken, diese Sache erst einmal ruhen zu lassen. Wir machen uns sorgen und ich spüre, dass es dir nicht gut tut und von Mal zu Mal schlimmer wird." Er stand auf. "Was soll mir schon passieren?" hauchte ich ihm entgegen und Souta schloss für einen Moment die Augen. "Geh nach nebenan und ruh dich aus." entgegnete er nur und drückte mich kurz an sich. "Wir sehen uns morgen, Matsu." Er lächelte kurz und ich erwiderte es, froh, dass wir das Thema hinter uns hatten. Inzwischen mehr als erschöpft schlurfte ich meine Tasche in den Nebenraum und ließ mich auf das breite Bett fallen. Es roch nach Desinfektionsmitteln und ich hatte das Gefühl, sie betäubten meine Schmerzen und mein Bewusstsein so, dass ich nach nur wenigen Minuten einschlief.
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Re: Anbu - Die Elite (Neu aufgesetzt)

Beitragvon DynamiteJack » 31. Aug 2014 15:06

Es war spät geworden und die Nacht war über Konoha hereingebrochen. Zusammen mit vier weiteren Mitgliedern der Anbu saß ich in einem kleinen Überwachungsraum. Überall hingen Bildschirme, mit denen wir das Geschehen in und um Konoha im Auge hatten. Die Zeit hatte uns vorsichtig werden lassen.

Ein fünfter Anbu betrat den Raum und sah sich kurz um. „Renji? Was machst du denn hier?“ „Ich habe Inawa´s Wache für Heute bekommen. Sie hat sich doch vorgestern verletzt und liegt seitdem auf der Krankenstation.“ „Wie hat sie das denn geschafft?“ „Ich weiß es nicht.“ „Wenn sie so weitermacht, wird sie nicht lange Anbu bleiben.“ „Wenn ich Ibiki richtig verstanden habe, sitzen wir Frischlinge doch eh alle ab Morgen wieder in der regulären Truppe.“ „Komm, so schlimm wird es schon nicht. Es sehe keinen Anlass warum du dich nicht halten solltest.“ „Das kommt daher das wir in einem Team sind und du mich magst Kyso.“ „Das glaube ich nicht... Naja, vielleicht ein bisschen.“

Ich lächelte kurz, blickte aber weiterhin auf die Bildschirme vor mir. „Was machst du hier eigentlich?“ „Dienstaufsicht, mein Lieber.“ „Das klingt wichtig.“ „Ist es auch. Ich gehe von Station zu Station, von Wache zu Wache und... mache Dienstaufsicht.“ „Da wünsche ich doch gutes gelingen.“ „Danke. Also gibt es hier etwas von Interesse?“ „Nichts.“ Meldete der momentan dienstälteste Anbu Komo. „Alles ruhig.“ „Gut so, dann werde ich mal weiter. Renji, wir sehen uns.“

Mit einem kuren Nicken bestätigte ich und Kyso verließ den Raum. „Scheint ein ruhiger Abend zu sein... hoffen wir das es so bleibt.“ begann Komo erneut. „Das wäre angenehm.“ antwortete ich und ein stilles Nicken ging durch den Raum. Danach blickten wieder alle auf ihre Bildschirme. Es war der denkbar langweiligste Arbeitsplatz. Auch wenn die Wichtigkeit dieser Aufgabe nicht von der Hand zu weisen war. Wenn denn etwas passierte.

Die Nacht verlief ruhig und neben den Partygängern waren Katzen das häufigste Motiv in dieser Schicht. Als der Morgen graute, betrat die Ablösung den Raum. Ich war Müde, wusste aber das ich bereits um Neun ein Antreten gab. 'Drei Stunden Schlaf...' ging es mir durch den Kopf. Und dann war da dieses Training, ausgerechnet Heute... Aber als Anbu musste man immer bereit sein. Es würde ein langer Tag werden.

Mir kamen im Flur bereits Schritte entgegen, nachdem ich den Raum verlassen hatte. Obo und Kyso bogen um die Ecke. Kyso sah seltsam erholt aus. „Dienstaufsicht also?“ „Hey, ich war an vorderster Linie.“ „Und hast geschlafen?“ „Geruht. Um die Einsatzfähigkeit zu waren... für Konoha.“ Obo sah mich grinsend an. „Renji du siehst aus als würdest du dich auf diesen sehr, seeeehr langen Tag freuen.“ „Wie blöde Obo... wie blöde.“ „Das ist gut. Denn dir bleibt noch Zeit kurz zu duschen und einen Happen zu essen. Wir sehen uns in einer halben Stunde vor Halle eins.“ „Was? Warum das? Kann ich nicht mal zehn Minuten die Augen zumachen?“ „Nein, Anbu Freshman Kakume.“ Kyso blickte mich ernst an. „Die Order lautet in 29 Minuten vor Halle eins.“ Ich sah verwirrt zwischen Kyso und Obo hin und her, nickte dann aber und verließ das Gebäude um wenigstens geduscht zu sein und etwas im Magen zu haben.

Halle Eins, 27 Minuten später.

Mit einem letzten Satz kam ich vor Kyso und Obo auf. Diese sahen mich mit breitem grinsen an. „Ich habe doch gesagt das Renji das macht.“ „Tja da geht wohl ein Tageslohn an mich.“ grinste Kyso breit und Obo lachte kurz. „Kyso, du kannst aber auch fies sein.“ Ich sah erneut etwas verwirrt zwischen den beiden hin und her. „Das heißt ihr hab gewettet ob ich Befehle befolge?“ „So in der Art ja.“ bestätigte Obo. „Der eigentliche Grund des frühen Hierseins ist allerdings ein anderer.“ fügt Kyso dazu. „Wir wollen dir einfach etwas über die Anbu erzählen, was man nicht im allgemeinen Informationsgespräch erzählt bekommt.“ „Etwas das mir hilft, heute zu überleben?“ „Kommt drauf an, was du daraus machst.“ antwortete Kyso und begann zu erzählen.
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Re: Anbu - Die Elite (Neu aufgesetzt)

Beitragvon Gaara » 1. Sep 2014 00:29

Am nächsten Morgen wachte ich schweißgebadet im Bett des Krankenzimmers auf. Da der Raum nur ein kleines Fenster besaß, drang nicht viel Licht in den Raum, doch immernoch genug um festzustellen, dass es inzwischen Morgen war. Ich sah einen Moment an die Decke und versuchte, ihre Stimmen aus meinem Kopf zu verbannen. Ich kann nicht glauben, dass Tsunade so einfältig ist, dir diese Masche abzunehmen. Das wahnsinnige Lachen meines Onkels hallte in meinen Gedanken wider und Sasukes Bild tauchte vor mir auf. Ich spürte seinen festen Griff an meinen Oberarmen und schloss vor Schmerz kurz die Augen. Was bleibt uns denn?! Wir haben keine Wahl, es gibt kein Zurück! Meine eigene Stimme taute auf. Irgendwann bringt uns sein Wahnsinn um! hauchte ich. Er lachte gehässig auf und ließ von mir ab. Nein, Konoha wird uns umbringen. Er nahm mein Gesicht in seine Hände, wischte mir die Tränen mit den Daumen von den Wangen und legte seine Stirn auf meine. Aber ich habe ja immernoch dich...

"Ich habe keine Wahl." murmelte ich leise und schlug die Augen auf. Sofort drängte sich jeder Gedanke an die vergangenen Wochen aus meinem Kopf und das Training tauchte auf. Schwer atmend und mit rasendem Herzen stand ich auf. Im Spiegel vor dem Waschbecken wischte ich mir die Haare aus dem Gesicht und sah, dass das Verband um meinen Hals inzwischen fast durchgenässt war. Ich sah blass aus und sofort musste ich an die Drogensüchtigen aus Konohas Freudenviertel denken. Noch immer etwas in Trance, nahm ich das Verband ab und betrachtete den tiefen Schnitt nicht weiter. Ohne die Tür zu schließen, stieg ich in die Dusche und versuchte den Dreck der letzten Tage loszuwerden. Vollkommen erfrischt, wickelte ich eines der schneeweißen Handtücher um den Körper und ging über den Gang in mein Büro. Ich schloss die Tür hinter mir und hockte mich vor die Schublade einer der Schränke, in der ich Ersatzkleidung aufbewahrte. Ein weißes Sommerkleid sollte es tun. Eine Jacke hatte ich nicht hier, auch wenn ich die dunklen Flecken an meinen Oberarmen und die vielen Schnitte von Orochimarus Training zu gern verdeckt hätte.

Zurück im Krankenzimmer trocknete ich meine Haare, zog mir die frischen Sachen an und sah mich nach einem Haarband um, als ein stechender Schmerz durch meinen Rücken brach, ausgehend vom Juin meines Onkels. Ich sank zu Boden und stöhnte auf. Instinktiv suchte ich mit der Hand nach der Stelle und presste meine Fingernägel hinein. Ich bekam kaum Luft und zog mich am Waschbecken hoch. Kaum erkannte ich mein Gesicht im Spiegel und sah tiefschwarze Augen zurückblicken, ließ ich mich fallen und presste die Hände an den Kopf. "Nein, nein, nein, nein, nein. Nicht jetzt. Kontrollier' es..." murmelte ich mir zu, konzentrierte mich und spürte einen weiteren stechenden Schmerz, als würde mir ein glühendes Stück Kohle auf die Schulter gedrückt werden. Der Druck ließ nach und ich ließ mich für einen Moment auf den Boden sinken. Schwer atmend schloss ich die Augen. Ich wusste, dass mein Onkel falsch lag. Zu wenig Zeit für zu viele Techniken. Sasuke und ich würden sicherlich durch sein Training sterben, wenn er so weitermachte. Ich hatte gerade wieder etwas Ruhe gefunden, als es an der Tür klopfte. "Herein." hauchte ich. Souta trat ein und ich zwang mir ein leichtes Lächeln auf. "Alles in Ordnung?" fragte er verwundert und half mir auf. Ich nickte stumm. "Was ist passiert." Ein Kloß steckte mir im Hals und ich sah zu Souta auf. "Irgendwann wird es mehr Zugriff auf dich haben, als du willst. Du wirst es nicht mehr kontrollieren können. Das Juin wird dich verändern." murmelte er und ich schüttelte leicht den Kopf. "Gemeinsam schaffen wir das schon." wiederholte ich Sasukes Worte in meinem Kopf und Souta runzelte die Stirn. "Wir sollten gehen." Ich hübschte mich nicht großartig auf und Souta verband den Schnitt an meinem Hals erneut. "Du bist blass. Du siehst im Allgemeinen nicht sehr erholt aus." raunte seine Stimme durch das kleine Krankenzimmer. Ich antwortete nicht. "Überanstrenge dich nicht." hauchte er leise, bevor ich in meine Schuhe schlüpfte und, etwas schummrig vor Augen, Souta den Gang entlang zum Beobachtungsraum der zweiten Halle folgte. Ibiki wartete bereits auf mich und Souta verabschiedete sich. "Wir sehen uns später."

"Guten Morgen." begrüßte ich Ibiki. Er nickte mir zu und ich folgte ihm in die Halle, um mich dem Neuling des ersten Teams vorzustellen.
Die Neulinge waren nicht so schlecht, wie ich es erwartet hatte, und doch hatten wir einige Anbu, die bei ihrer Einstellung um Längen besser waren. Immer wieder wurde mir kurz schwarz vor Augen und Ibiki schien noch immer besorgt. "Du bist blass. Vielleicht solltest du etwas essen oder dir ein wenig mehr Schlaf gönnen." sagte er schließlich, als er mich bei der Begrüßung des Neuzugangs vom siebten Team gerade noch aufgefangen hatte, bevor ich vor Schwindel zu Boden gesunken wäre. "Es ist alles in Ordnung." erwiderte ich und nahm einen Schluck von dem heißen Kakao, den mir Souta wenige Minuten zuvor gebracht hatte. Ein weiteres Team schaffte ich ohne Probleme und beobachtete sie etwas gedankenverloren durch das dicke Glas. "Der Letzte ist Renji Kakume. Ich bin gespannt... Der Junge wartete mit seinem Team schon weit vor 9, als ich die Halle aufschloss." "Obo war der Erste?" hauchte ich überrascht, nahm einen weiteren Schluck Kakao und blickte auf Renjis Akte, die aufgeschlagen vor mir lag. "Ha... Dass das einmal vorkommen würde..." raunte Ibiki zurück. Wir traten aus dem Raum und verabschiedeten uns fürs Erste vom vorletzten Team. Ich war froh, dass Ibiki schon Vorarbeit geleistet hatte und die Aufgaben der Teams für die nächsten zwei Tage verteilt hatte, sodass mir etwas Zeit zur Erholung blieb. Ich sah in der spiegelnden Scheibe, dass das Blut meiner Wunde erneut durch das Verband gesickert war und nahm mir vor, ihn später erneut von Souta wechseln zu lassen. Etwas gedankenverloren nahm ich kaum wahr, dass sich die Tür am anderen Ende der Halle öffnete. "Komm." machte Ibiki auf sich aufmerksam und ich drückte mich, etwas vor Schwindelgefühl wankend, von meinem Stuhl.
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Re: Anbu - Die Elite (Neu aufgesetzt)

Beitragvon DynamiteJack » 1. Sep 2014 01:57

Endlich kamen wir an die Reihe. Nicht nur, dass ich immer noch Müde war, wir waren als erste hier und kamen als Letzte dran. Das machte es nicht besser. Wir betraten die Halle und Ibiki kam uns mit einer weiteren Person entgegen. Je näher sie kamen desto mehr erkannte ich dass diese Person neben Ibiki, Kosuro no Matsuri war. Und sie sah ehrlich gesagt etwas fertig aus. Während ich das nur dachte kam es von Obo. Lautstark und gut hörbar. „Matsuri? Wie siehst du denn aus?“ „Obo verdammt.“ zischte Kyso kurz und nickte kurz. „Ich meine... du siehst... guuuuuut aus.“ Irgendwie klang das nicht überzeugend.

Ibiki ergriff kurzer Hand das Wort. „Genug rumgealbert. Matsuri hat keine Zeit für so einen Kasperkram Obo. Eure Aufgabe ist es diesen Gegenstand...“ er nahm einen markierten Stein aus seiner Tasche. „... sicher durch die Halle zu bringen. Ihr werdet durch diese fünf Anbu angegriffen.“
Plötzlich tauchten fünf Anbu in voller Kampfmontur auf. „Das Ziel ist es, mir den Stein um jeden Preis auf der anderen Hallenseite wieder zu geben."

Ich blickte zu der Reihe von Anbu die dort stand und spürte, dass das nicht einfach werden würde. Ibiki unterdessen fuhr mit seiner Erläuterung fort. „Es ist egal, wer und wieviele von euch drüben ankommen, Hauptsache der Stein schafft es.“ Ich blickte ihn kurz ernst an, spürte dann aber Kysos Hand auf meiner Schulter. Das war es also warum sie mir das alles erzählt hatten. Ich biss mir auf die Unterlippe und schluckte meine Wut über derartiges Verhalten hinunter. Ibiki deutete auf unseren Startpunkt, während er und Matsuri zurück zu ihrem Tisch gingen.

Nun stand ich also hier und musste zeigen was ich konnte... und das ich bereit war meine Freunde zu hintergehen, für etwas Ruhm. Als Ibiki das Startzeichen gab sprinteten Obo und Kyso los. Aber selbst bei ihrem hohen Level würde es gegen Fünf schwer werden. Sofort wurden wir unter Beschuss genommen und ich merkte, dass das keine Übungswaffen waren die mir grade um die Ohren flogen und ich, wollte ich den heil hier rauskommen, den Kopf unten halten musste. Da ich momentan im Besitz des Steines war, würde ich das Primäre Ziel sein. Während die anderen beiden Versuchten mich zu schützen, musste ich möglichst viel Strecke zur anderen Seite zurücklegen. Doch auf einmal schoss einer der Anbu vor mir durch den Boden und versuchte mich zu greifen. Ein Erd-Jutsu... die Zeit schien auf einmal zu stehen. Abrupt stoppte ich, ließ mein Chakra in meine Faust fließen und schlug zu. Noch bevor er komplett aus seinem Erdversteck gekommen war, hatte ihn die Wucht meiner Faust nach hinten gedrückt. Er landete unsanft rappelte sich aber sofort wieder auf und griff erneut an. Während Obo und Kyso mit je zwei kämpften hatte ich also nur diesen einen Gegner. Einer der nicht von mir ablassen würde und für den das hier keine Spaß war. Es wurde Zeit zu zeigen was ich wirklich konnte.

Ich sammelte mein Chakra. „Tajuu Kage Bunshin no Jutsu!“ Kurzzeitig war alles in Nebel gehüllt. Als dieser sich verzog, standen dort eine Vielzahl meiner Klone. „Ihr wollt diesen Stein? Holt ihn euch!“ Meine Doppelgänger begannen die fünf Anbu zu attackieren, doch sie waren gut. Die Doppelgänger fielen schneller als ich erwartet hatte, doch hatte ich eine Menge Trubel in der Halle veranstaltet. Überall sprangen die Klone rum und verwirrten den Gegner, der sich schnell aber auch mühsam durch eine Horde von mir kämpfen musste. Nur hatte ich in diesem Trubel jetzt Kyso und Obo verloren. „Kyso! Obo! Wo seid ihr?“

Plötzlich schnitt sich etwas durch meine Doppelgänger und hätte mich beinahe erwischt. Es war einer der Anbu der mich durch meine Rufe nach meinen Kameraden als Original ausgemacht hat. „Du hättest es schaffen können Kakume! Aber jetzt ist es vorbei!“ Einen Lichtblitz später sah ich Kyso und Obo am Boden liegen und meine Doppelgänger waren verschwunden. „Als würde ich meine Kameraden zurück lassen.“ „Die Mission hat immer Priorität. Du hast versagt.“ „Habe ich? Ihr habt den Stein noch nicht.“ „Das wird nicht lange dauern!“ Sie griffen mich zu fünft an. Ich stellte mich in Position und holte tief Luft. „Fuuto: Fuujin no Jutsu!“ Mit aller Kraft blies ich einen Hochgeschwindigkeitsstrom aus Luft und Staub auf meine Angreifer, welche in ihrer Angriffsbewegung nicht mehr ausweichen konnten und wie Spielzeug durch die Halle geschleudert wurden.

Grade als ich zu Obo und Kyso wollte, stand Ibiki auf und rief mir hinterher. „Kakume Renji! Beende die Mission!“ Ich sah zu meinen Kameraden die sich auf dem Boden krümmten. Diese Blitzattacke hatte ihnen verdammt zugesetzt. Was waren das nur für Spinner die ihre Leute schon im Training töten wollten? „Ich beende die Mission, nachdem ich meinen Kameraden geholfen habe!“ „Bring mir den Stein!“ „Du willst den Stein? Du sollst ihn haben!“ Ich nahm ihn aus meiner Tasche und hielt in meiner Faust. Dann blickte ich zu Ibiki und warf den Stein in seine Richtung. Er fing in mit wütendem Blick auf während ich mich die Verletzungen von Obo und Kyso kümmerte.
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Re: Anbu - Die Elite (Neu aufgesetzt)

Beitragvon Gaara » 1. Sep 2014 20:54

Ich saß in dem kleinen Raum, durch dessen großes Fenster man die Teams beobachtete und fasste Renji genauer ins Auge. Er hatte sich den Regeln der Anbu widersetzt, auch wenn der Stein Ibiki erreicht hatte. Ibikis Blick sprach Bände. Er war rasend vor Wut. Ich wusste, dass er sich von Renji Kakume mehr erhofft hatte und mir vielleicht auch zeigen wollte, dass er meine Position mit all ihren Aufgaben gut übernommen hatte. Renji sollte die Regeln kennen, auch wenn es viele waren und er noch nicht allzu lang dabei war. Ich nahm einen Schluck aus meiner Tasse und beobachtete, wie der Junge mit den weißen Haaren sein Team versorgte und Ibiki, das Gesicht inzwischen ausdruckslos und doch nur knapp davor, seine Wut über Renji lautstark deutlich zu machen, wie ich wusste, kam auf ihn zu. Es kam mir vor, als zöge sich der Moment hin wie Kaugummi und ich beschloss einzugreifen, bevor Ibiki Renji köpfte. Ich stand, immer noch wackelig auf den Beinen, von meinem Stuhl auf und ging durch die Tür des Beobachtungsraumes zu den anderen. Ibiki hatte Renji gerade erreicht, der Obo inzwischen versorgt hatte und aufhalf, als ich ihm die Hand auf die Brust legte. Meine Vertretung, noch immer ganz in seiner Rolle, hatte schon Luft geholt, schloss den Mund jedoch wieder und versetzte Renji einen letzten, wütenden Blick. "Hmpf..." brummte er nur und ging zurück in den Raum hinter uns. Ich beobachtete eine Weile, wie Renji einen Blick auf Kyso warf, der nicht allzu schwer verletzt schien und legte beide Hände um die wärmende Tasse in meiner Hand.

"Renji?" fragte ich und spürte meine Stimme etwas nachlassen. Der junge Kakume stellte sicher, dass es Kyso gut ging und sah dann, immer noch vor seinem Teamkameraden hockend, zu mir auf. "Hm?" Obo deutete ihm, aufzustehen und er tat es. "Hi. Mein Name ist Matsuri, ich bin die Leitung unserer Anbu." Er nickte und streckte die Hand aus. "Renji Kakume." Er sah mir fest in die Augen und ich war mir sicher, dass er Ärger erwartete und es ihm schwer fiel, die Fassung zu waren. Er schien wütend, dass sein Team in einer gestellten Situation von meinen Einheiten auf diese Weise angegriffen wurde. Renji nahm die Hand wieder runter und warf einen Blick über meine Schulter. Auch ich drehte mich um und sah Yosh durch die Halle kommen. Er nahm seine Maske ab und grinste breit. "Wow, das war klasse. Ich wünschte, wir könnten soetwas als normalen Dienst einführen." Er lachte, half Kyso auf, klopfte Obo auf die Schulter, der zurückgrinste und streckte Renji die Hand entgegen. "Hi, ich bin Yosh." Renji ergriff die Hand seines Gegenüber und nickte kurz. "Renji Kakume." "Raiton hat euch ganz schön eingeheizt, was?!" Yoshihiro strich sich das schwarze Haar mit den blau-grünen Spitzen aus dem Gesicht und lachte erneut, während Renji keine Miene verzog. "Renji, als du hier aufgenommen wurdest..." begann ich und hielt eine Sekunde inne. Ich versuchte ruhig und freundlich zu sein, weil ich mir ziemlich sicher war, dass ein Kakume eine Bereicherung für meine Einheiten wäre. "...hat man dir die Regeln der Anbu dargelegt?" Renji nickte. "Und hattest du an diesem Tag das Gefühl, alles verstanden zu haben oder gab es irgendwelche Unklarheiten?" Renji zögerte nicht, mir zu antworten. "Es war alles mehr als deutlich." "Sehr schön." erwiderte ich zufrieden. Yosh lächelte noch immer in die Runde, während Obo und Kyso eher angespannt schienen. "Ich fand deinen Auftritt sehr beeindrucken. Du hast dich gut geschlagen." warf ich kurz ein. Yosh holte augenblicklich Luft. "Ich hätte locker-" Ich warf einen scharfen Blick zur Seite, er rollte mit den Augen und verstummte. "Danke." gab Renji zurück. "Nun... Warum hast du Ibiki den Stein nicht direkt überreicht und ihn stattdessen... geworfen?" Renjis Blick wurde fester und versuchte meinem standzuhalten. "Mein Team war verletzt." "Richtig, aber das Ziel war es ja, den Stein Ibiki zu übergeben." Renji nickte. "Das Ziel war es nicht wert, meine Freunde zurückzulassen." Kyso lächelte kurz, Obo grinste und mein Blick brachte beide dazu, wieder zu Boden zu sehen. "Warum hast du deinem Team nicht geholfen, nachdem der Stein sicher bei Ibiki angekommen ist?" Renji runzelte die Stirn. "Dann hätte es zu spät sein können. Wir beginnen die Mission als Team und so beenden wir sie auch." Ich schluckte kurz und versuchte einen klaren Kopf zu bewahren. Ich mochte es nicht, wenn Menschen uneinsichtig waren. Renji hatte sich an unsere Regeln zu halten und hatte als Neuling ganz klar einen Fehler gemacht. "Das Missionsziel steht an erster Stelle und vor allem anderen." Renji nickte. "Ibiki hat den Stein bekommen, wo liegt das Problem?" "Dein Handeln hat das Missionsziel gefährdet." gab ich zurück. "Das Ziel ist doch erfüllt worden." Ich spürte, wie ich langsam wütend wurde. "Renji... ich sage ja nicht, dass deine Tat nicht unglaublich nobel und treu gegenüber deinen Freunden war, aber als Anbu kannst du dir solchen Luxus nicht leisten." "Luxus? Die Zeit, meinen Freunden und Teamkameraden zu helfen, sehe ich als Teil der Mission. Ich lasse niemanden zurück." Yosh lachte leise und etwas gehässig auf. "Auf Nimmerwiedersehen." murmelte er in Renjis Richtung, steckte die Hände in die Hosentaschen und ging langsam zurück zur Hallentür. "Konntest du dir sicher sein, dass sich nirgendwo weitere Feinde verstecken, die den Stein in ihre Hände bekommen hätten?" Renji atmete schwer aus. "Nein." "Warum hast du ihn dann geworfen, sodass er ungeschützt dieses große Areal überquert hat?" "Mein Team brauchte mich!" Er streckte die Hand in Richtung Kyso und Obo. "Dein Team ist sich seit Beginn ihrer Arbeit darüber im Klaren, dass sie unter dem Missionsziel stehen und jederzeit die Chance besteht, dass man sie zurücklassen muss!" gab ich zurück, ohne laut zu werden und fasste mir augenblicklich an den Hals, als die Wunde und mein rasendes Blut einen starken Schmerz durch meinen Körper jagten. Renji holte Luft, während ich kaum welche bekam. "Natürlich habe ich den Stein einer möglichen Gefahr ausgesetzt, aber es hätte ebensogut jemand auf dem Weg auf mich lauern können und wir hätten das Missionsziel gar nicht erst erreicht. Wir sind eine Einheit und ein Menschenleben, gerade das meines Teams, ist mir mehr wert als dieser Stein oder Ibikis verrückter Wunsch, ihn zu besitzen." Obo lachte kurz auf. Ich drückte die Hand fester auf die Wunde und mein Kopf begann zu schmerzen, als würde er jeden Moment zerplatzen. Renji fuhr fort. "Mein Team ist mir mehr wert als jedes Missionsziel." "Wenn du bei den Anbu arbeiten willst, musst du deine Gefühle in den Griff kriegen." presste ich hervor, konnte mich nicht mehr auf den Beinen halten und warf einen letzten Blick auf meine Hand, die vom Verband voller Blut war, bevor mir schwarz vor Augen wurde. Ich spürte kaum, wie ich zu Boden sank und hörte nicht einmal mehr ganz, wie sich die Hallentür lautstark öffnete.
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Re: Anbu - Die Elite (Neu aufgesetzt)

Beitragvon DynamiteJack » 1. Sep 2014 21:49

Es war also bei den Anbu, wie es zu erwarten gewesen war. Es schien mir fraglich, ob man mich mit meiner Einstellung überhaupt haben wollte. Noch dazu einen Kakume. Dieser Josh hatte vermutlich recht. Nicht nur das ich eher meinen Kameraden helfen würde als eine Mission zu beenden, ich hätte auch keinen Gegner im Training verletzt. Aber anscheinend war das alles die Anbu.

Noch während ich mich mit meiner Vorgesetzten unterhielt brach sie zusammen. Die Wunde an ihrem Hals war anscheinend noch nicht verheilt gewesen. Ihre Hand war voller Blut und ihre Augen leer als sie zusammensackte. Ich fing sie auf bevor sie auf den Boden fiel und legte sie vorsichtig hin. Ibiki war lautstark in die Halle zurückgekommen und rannte auf uns zu. Er sah Matsuri an und danach mich. „Zufrieden Kakume?“ ich beachtete ihn nicht und versorgte die Wunde am Hals. Nur wenige Augenblicke später kam noch jemand hinzu. Er rempelte mich weg und schien verdammt besorgt zu sein. Besorgter als ich es von einem Anbu und einem Medizin Ninja vermutet hätte. Ibiki und der andere Anbu brachten sie nach einer kurzen Erstversorgung weg.

Ibiki sah mich noch einmal finster an und die drei verschwanden. Obo und Kyso schienen auch geschockt zu sein und von diesem Josh war ich auch eher überrascht. Machten sie immer alle auf hart und hielten doch zusammen? Ich schüttelte kurz den Kopf, um mich von meinen Gedanken zu lösen. Dann drehte ich mich um. „Wenn erstmal nichts ist, bin ich im Bereitschaftsraum. Dann ist es wenigstens nicht so weit bis zur Kleiderausgabe.“ Kyso blickte mich ernst an. „Ist das alles? Redest hier von Kameradschaft und jetzt ist es dir egal?“ „Sie wird es überleben. Sie ist geschwächt, aber ihr Körper ist stark genug gegen die Verletzungen zu bestehen. Allerdings... etwas anders das ich gespürt habe macht mir Sorgen...“ „Was denn?“ „Das weiß ich jetzt noch nicht genau.“

Ich pausierte kurz und sah Obo und Kyso wieder an. „Es tut mir leid, dass ich so eine Enttäuschung in diesem Test war. Aber so läuft es bei mir.“ „Was machst du jetzt?“ „Wie gesagt, ich warte was das große Tribunal beratschlagt. Und entweder bleibe ich dabei, oder ich gehe wieder in die reguläre Truppe.“ „Was besser wäre.“ Ich drehte mich um und sah Josh hinter mir stehen. „Du bist ein Idiot, wenn du glaubst jeden bei den Anbu immer retten zu können.“ Ich sah ihn kurz an. „Du bist kein Shinobi, wenn du es nicht zumindest immer wieder versuchst.“ „Vielleicht sollte ich mit dir, großer Shinobi einfach mal die Halle auffegen.“ „Lass uns darüber weitersprechen, wenn ich rausgeworfen worden bin. Denn gegen jemanden aus der Truppe zu verlieren scheint jemandem wie dir sehr zuzusetzen.“ „Pass auf wie du mit mir sprichst Neuling.“ „Neu bei den Anbu, aber nicht erst seit gestern Shinobi.“ Kyso drängte sich nun zwischen uns. „Josh, wir bringen ihn erstmal in den Bereitschaftsraum. Ibiki wird dann entscheiden wie es weitergeht.“ „Schafft ihn mir aus den Augen.“

Obo legte seine Hand auf meine Schulter und schob mich aus der Halle. Als wir auf dem Weg zum Hokageturm waren sahen mich die beiden mit ernstem Blick an. „Renji...“ begann Kyso „... Josh gehört zu den besten in den Anbu. Du solltest dich nicht mit ihm anlegen.“ „Außerdem ist er wesentlich länger dabei.“ fügte Obo noch dazu. Ich blieb kurz stehen und die beiden hielten wenige Schritte vor mir auch an. „Was ist, Renji?“ fragte mich Kyso. „Ich denke ich werde Josh in seine Schranken weisen.“ „Du weißt schon das er da drin nicht alles gezeigt hat, oder?“ Ich nahm wieder Schritt auf und ging weiter. „Und du glaubst ernsthaft ich hätte es getan?“ „Renji, du...“ „Spar dir den Atem. Ich weiß. Ich bin ein Neuling. Ich kann gar nicht besser sein. Okay. Recht so. Dann eben nicht.“

Schweigend betraten wir den Turm und die beiden verfrachteten mich in den Bereitschaftsraum. Ein Tisch, eine Couch, ein paar Stühle. Ja das sah heimelig aus. Ich blickte aus dem Fenster als die beiden gingen. Es tat mir leid das ich zum Schluss so direkt war. Aber ich war nicht hier um gut zu werden. Ich war hier, weil ich bereits gut war.
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Re: Anbu - Die Elite (Neu aufgesetzt)

Beitragvon Gaara » 1. Sep 2014 23:13

Als ich aufwachte, stand Souta neben mir und ich lag im Bett des Krankenzimmers. "Wie geht es dir?" erkundigte er sich, während er einige Unterlagen durchging und hie und da etwas hinzuschrieb. Ich schluckte kurz und spürte das Brennen am Hals. "Gut." Unsere Blicke trafen sich kurz und eine Hand strich mir die Haare aus dem Gesicht. Ich sah nach oben und bemerkte Yosh, der am oberen Ende des Bettes saß. Meine Freunde um mich zu haben, fühlte sich gut an und ich wünschte mir für einen Moment, Sasuke könnte uns sehen und würde erkennen, dass wir nicht allein waren.
"Es geht dir nicht gut, sonst wärst du nicht zusammengebrochen." murmelte Souta und zog meine Akte hervor. "Wie oft hast du es benutzt?" erkundigte er sich und Yosh warf mir einen ernsten Blick zu, wie ich ihn kaum von ihm kannte. "Souta, ernsthaft. Ich ruhe mich einfach ein wenig länger aus." "Wie oft?" Ich schwieg für einen Moment. "Ich weiß nicht... Schon öfter mal." "Matsuri." Ich schluckte. "Praktisch jeden Tag. Er will eine neue Stufe erreichen." Yosh schnappte nach Luft und Souta seufzte leise. "Bist du wahnsinnig?!" raunte Yosh. "Du bringst dich noch um." "Nicht ich, er!" gab ich zurück und Yosh nickte stumm. "Du weißt, in welche Gefahr du dich begibst. Ich weiß um die Notwendigkeit dieser Mission und trotzdem wirst du irgendwann nicht mehr du selbst sein." murmelte Souta etwas gedankenverloren. Es tat mir leid, dass mein Team sich sorgte und trotzdem konnte ich nicht aus meiner Haut. Diese Mission war von äußerster Wichtigkeit und nach all der Zeit bei meinem Onkel, war ich mir nicht mehr sicher, was Wirklichkeit und Manipulation war. Sasuke hatte recht mit dem was er sagte. Wenn es um das Juin ging, hatten wir nur einander. Souta und Yosh verstanden nicht. Niemand außer Sasuke verstand. Er fühlte, was ich durchmachte und ich fühlte, durch welche Hölle mein Onkel ihn schickte. Auch wenn ich mich dagegen zu wehren versuchte, musste ich mir eingestehen, dass ich ihn in jenem Moment gern bei mir hätte, ihm sagen würde, was in mir vorging und in seinen Augen sehen wollte, wie er verstand. Wie er für einen Augenblick fühlte, was ich fühlte. Wie er kurz zusammenzuckte, wenn er daran dachte, die Kontrolle und sich selbst zu verlieren. Wir können uns nicht gegenseitig herausziehen, aber wenigstens können wir zusammen untergehen.

"Ich weiß nicht, was ich tun soll." Souta und Yosh tauschten Blicke. "Du musst dir die Zeit nehmen, dich auszuruhen." erwiderte Souta. "Lass Ibiki noch einige Tage für dich arbeiten. Er macht einen guten Job und du hast Zeit für dich." Ich schüttelte den Kopf so gut es ging. "Das kann ich nicht. Was, wenn ich hier bleibe? Souta, du bist sowieso meist hier. Kannst du nicht einfach ein Auge auf mich haben?" Yosh atmete schwer aus und die beiden sahen sich erneut an. Schließlich zuckte Souta mit den Schultern. "Ich werde ein Auge auf dich haben und trotzdem musst du dich ausruhen. Du wirst das Gebäude nicht verlassen. Längere Strecken würdest du in deinem Zustand sowieso nicht überstehen." Ich setzte mich mühevoll auf und lächelte Souta dankbar an. "Ich werde mich dann zu Ibiki gesellen. Ich will wenigstens das Ende seiner Raserei erleben. Er schreit den Neuen schon seit einer knappen Stunde zusammen." Ich hob überrascht die Augenbrauen. Yosh sah mich erst etwas unschlüssig an und erhob dann erneut das Wort. "Oh ja! Soll er ihn loswerden?" Souta rollte mit den Augen und half mir auf. "Nimm mich mit. Ich will mit ihm sprechen." Yosh seufzte enttäuscht. "Renji Kakume hat gute Arbeit bei der Erstversorgung geleistet. Das solltest du ihm sagen. Ich weiß nicht, woher er wusste, was zu tun ist, aber er scheint etwas mehr Ahnung zu haben, als gedacht." sagte Souta etwas nachdenklich. "Wirklich? Oh..." raunte Yosh missmutig. Ich trat mit dem rechten Fuß auf und spürte sofort einen stechenden Schmerz. "Ah! Was-?!" Souta griff mir um die Hüfte, um mich vom Boden zu heben und ich sah einen dünnen Verband, der mir um den Knöchel gewickelt war. "Du hast dir den Fuß etwas verrenkt, als du gefallen bist. Der Verband dient der Stabilisation. Ich habe etwas Salbe aufgetragen." informierte Souta mich. "Komm, ich trag' dich." murrte Yosh und hielt die Arme auf. Ich schüttelte den Kopf und Souta ließ mich vorsichtig runter. "Danke für die schnelle Versorgung." hauchte ich ihm dankbar entgegen und stolperte vorsichtig zu Yosh hinüber, wo ich mich mit beiden Händen an seinen Ärmel krallte. "Gehen wir." Wir verabschiedeten uns vorher von Souta und gingen langsam den Gang Richtung Aufenthaltsraum entlang. Schon von weitem konnte ich Ibikis Gebrüll hören und Yosh Grinsen wurde immer breiter. "Die Neulinge haben sie einfach nicht mehr alle." begann er. "Sich Befehlen widersetzen? Gegen Regeln verstoßen?" Er schüttelte den Kopf und lächelte dann zu mir runter. "Wenigstens hat er dich nicht auf den Hallenboden fallen lassen." Ich hob die Augenbrauen. "Das wusste ich nicht." "Glückstreffer." antwortete Yosh.

Wir erreichten den Aufenthaltsraum und als Yosh die Tür öffnete, kehrte ein kurzes Schweigen ein. Renji blickte stur zu Ibiki auf, der inzwischen hochrot war und mehr als nur verärgert schien. "Danke, Ibiki. Ich übernehme dann." hauchte ich und Ibiki sah zu Yosh, der nickte. Er verließ den Raum und Yoshihiro half mir, mich auf den Couchtisch gegenüber von Renji zu setzen, bevor er sich mit verschränkten Armen gegen die Fensterbank lehnte. "Es tut mir leid, dass Ibiki dich anbrüllen musste. Sieht so aus, als müsste er seine Gefühle auch etwas in den Griff kriegen." Ich lächelte zaghaft, doch Renji schien sichtlich verstimmt. "Du sollst wohl einen guten Job leisten, was die Versorgung von Verletzten angeht, habe ich mir sagen lassen." Renji runzelte die Stirn und schien dann zu verstehen. "Oh.. ja, danke." Ich suchte einen Moment nach Worten und holte schließlich Luft, wobei ich erneut den Schnitt an meinem Hals spürte.

"Du hast deine Aufgabe vorhin sehr gut gemeistert und ich werde dich nicht feuern. Ich glaube, du hast ein Talent, auch wenn ich davon bisher nicht viel sehen durfte. Du bist mit Sicherheit talentiert und prädestiniert für die Aufgaben eines Anbu, aber wir haben Regeln. Eine Menge Regeln. Ich werde jetzt nicht all die Dinge wiederholen, mit denen dir Ibiki vermutlich schon seit Stunden in den Ohren liegt und trotzdem musst du versuchen, die Wichtigkeit der Mission anzuerkennen. Manchmal ist es kein Stein, den du überbringen musst, sondern ein Menschenleben, das es zu beschützen gilt. Tsunade-sama zählt auf mich und meine Arbeit und ich wiederrum zähle auf dich und deine Arbeit. Wenn ich dich in einem Team auf die Welt dort draußen loslasse, muss ich sichergehen können, dass du gewisse Prioritäten setzen kannst und Anweisungen kompromisslos befolgst." Renji nickte ruhig und schien nicht mehr ganz so verstimmt. "Ich weiß." murmelte er etwas nachdenklich. Wir schwiegen einen Moment und ich beobachtete Renji. "Ich bewundere, dass du deinen Freunden gegenüber so loyal bist und dich in solchem Ausmaß um sie sorgst. Soetwas sieht man nicht sonderlich häufig und bei den Anbu noch weniger. Ich wünschte, ich könnte es mir leisten, so zu denken, aber ich mache diesen Job nicht erst seit gestern und habe ..." Ich sah das Gesicht meines Onkels vor mir und suchte nach Worten. "Sagen wir einfach, ich bin es gewohnt, nur an mich denken zu müssen und über das Leid anderer hinwegzusehen. Aber vielleicht ist es ganz gut, hier etwas mehr Menschlichkeit reinzubringen." Ich sah Yosh von der Seite mit den Augen rollen, ignorierte es jedoch und lächelte Renji, immernoch etwas geschwächt, aufmunternd entgegen.
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Re: Anbu - Die Elite (Neu aufgesetzt)

Beitragvon DynamiteJack » 2. Sep 2014 00:01

Nachdem ich einige Zeit in dem Bereitschaftsraum gewartet hatte, öffnete sich die Tür und krachte mit einem lauten Knall ins Schloss. Als ich mich umdrehte stand dort ein sehr wütender Ibiki. Ich stellte mich vor den Tisch und er begann mit seiner langatmigen und sehr laut gehaltenen Belehrung. Er sprach von dem Auftrag der Anbu und ihrem Dienst an Konoha und den Menschen dieses Dorfes. Er erzählte von den Shinobi die ihr Leben gaben um Informationen und Geheimnisse zu schützen. Und davon was passierte wenn Anbu ihren Auftrag nicht ernst genug nahmen. Dann kam er auf den Stein zu sprechen. Und das, für was er stand. Ich meinte mich daran erinnern zu können, das unsere Vorgesetzte mir ähnlich erzählt hatte. Die Frage war allerdings, glaubten sie wirklich das ich nicht wüsste wofür dieser Stein stand, oder für was er hätte stehen können? Trotzdem war es nur ein Stein in diesem Fall. Auch wenn die Verletzungen der beiden letztendlich nicht schwer waren... ich hasste Verrat an den eigenen Kameraden.

Allerdings behielt ich es für mich. Ibiki hingegen war inzwischen von der mangelhaften Leistung in Gehorsam und Befehlsausführung zu Matsuri und ihrem Zusammenbruch gekommen. Allerdings fühlte ich mich dafür nicht verantwortlich, deshalb nickte ich nur ab und zu, während ich immer noch zu ergründen Versuchte was es war... dieses dunkle Gefühl.

Plötzlich öffnete sich die Tür und Ibiki verstummte. Matsuri und dieser Josh kamen herein. Zu sehen wie ich direkt in den ersten Wochen einen solchen Einlauf bekomme musste für in wie zwei Geburtstage auf einmal sein. Nachdem sie mir überraschenderweise ein Lob ausgesprochen hatte, begann auch sie mir nochmals die Wichtigkeit der Disziplin auf Missionen deutlich zu machen.

Trotz allem wirkte sie noch immer geschwächt. Und ich hätte ihr wohl als behandelnder Arzt Bettruhe verschrieben. Aber irgendetwas sagte mir, dass es einen Grund gibt, warum sie diesen Posten inne hat. Warum sie so zerbrechlich wie ihr Zustand gerade war, einfach weitermachte. Der Gedanke, dass es mit diesem dunklen Gefühl zu tun hatte drängte sich mir auf. Und nachdem die Anbu vor allem gute Ergebnisse und Erfolge will... Ich unterbrach den Gedanken und merkte das meine Vorgesetzte mir versuchte aufmunternd zuzulächeln.

„Ich werde euer Vertrauen in mich nicht enttäuschen Taichou. Dürfte ich mich dann für heute zurückziehen? Ich habe seit meines Wachdienstes keine Pause gehabt und würde mich vor den nächsten Trainingseinheiten gerne etwas ausruhen.“
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Re: Anbu - Die Elite (Neu aufgesetzt)

Beitragvon Gaara » 2. Sep 2014 11:47

Ich hob, überrascht von Renjis viel zu höflich formulierter Frage, die Augenbrauen, nickte dann jedoch. "Ja. Ja, natürlich." Ich lächelte ihm kurz zu und spürte, wie ich ruckartig hochgehoben wurde. Yosh warf einen etwas nachdenklichen Blick zu Renji, während ich kurz zum Abschied die Hand hob. "Schönen Feierabend." hauchte ich und er nickte. Kaum hatten wir den Raum verlassen, wandte ich mich an Yosh. "Du brauchst mich nicht tragen. Ich bin auch allein bis zum Aufenthaltsraum gekommen." Yosh rollte mit den Augen. "Und trotzdem geht es dir nicht gut und du musst dich ausruhen." Ich mochte es nicht gern, bemuttert zu werden, und trotzdem hatte Yosh recht. Ich sollte micht ausruhen, auf wenn jede Faser meines Körpers sich dagegen wehrte.

Im Krankenzimmer angekommen, legte Yosh mich auf das frisch überzogene Bett und setzte mich auf. "Du sollst schlafen." "Darf ich eventuell noch duschen und mir etwas Gemütliches anziehen?" warf ich zurück und er nickte. "Ist ja gut." Wir blickten uns einen Moment an, bevor Yosh sich seufzend durchs Haar strich. "Du weißt, dass du diesen ganzen Mist nicht machen musst, oder?" Ich schluckte und nickte schließlich, auch wenn ich mich verpflichtet fühlte, meine Mission zu vervollständigen. "Matsu, wenn wir uns alle zusammentun, würden wir Orochimaru und seinen kleinen Pudel schneller loswerden, als du denkst." Ich lächelte zu Yosh auf. "So einfach ist das nicht. Und Sasuke leidet genau so unter Orochimarus Training, wie ich es tue." Mein Gegenüber bekam große Augen. "Bitte?" Ich nickte ernst. "Ich kann ihn da nicht einfach allein zurücklassen." murmelte ich, auch wenn meine größte Angst war, dass er es tat. Es trat ein weiterer Moment der Stille ein. "Du solltest dich ausruhen." raunte Yosh' Stimme durch den Raum. Er runzelte die Stirn, strich mir kurz übers Haar und verschwand dann. Ich stand gedankenverloren von meinem Bett auf und sah in den Spiegel über dem Waschbecken. Ich strich mir das Haar über die Schulter und beschloss dann, solang ich noch vernünftige Kleidung trug, wenigstens einen kleinen Gang durch den Turm zu wagen und etwas Essbares aufzutreiben. Mein Knöchel schmerzte, weshalb ich nur langsam den Raum durchquerte und einen kurzen Blick zurückwarf, als ich die Tür des Krankenzimmers öffnete.
Auf dem Flur war niemand zusehen und so machte ich mich langsam auf den Weg durch den langen Flur, immer an der Wand abstützend, falls ich erneut ins Stolpern geraten sollte.
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Re: Anbu - Die Elite (Neu aufgesetzt)

Beitragvon DynamiteJack » 2. Sep 2014 17:04

Draußen auf der Straße gab es reges treiben. Ich bahnte mir meinen Weg durch die Menschenmenge um nach Hause zu kommen. Ich wollte mich nur noch ausruhen. Außerdem wollte ich meinem Verdacht nachgehen. Allerdings hätte das Zeit bis nach dem Nickerchen.

Nachdem ich mich eine gefühlte halbe Stunde durch das Drängen in den Einkaufsgassen gebraucht hatte, konnte ich den Rest des Weges ungestört zurücklegen. Es hatte eben auch Vorteile von manchen Personen gemieden zu werden. Wenig später erreichte ich unser Haus. Als ich durch die Haupttür eintrat, konnte ich meinen Großvater im Garten erkenne. Als ich näher kam, bemerkte er mich.

„Ah, Renji. Wie ist es gelaufen?“ „Es ging. Sie haben mich noch nicht rausgeworfen. Zumindest bis jetzt.“ „Ist etwas vorgefallen?“ „Ich habe nur meine Trainingsmission anders abgeschlossen als erwartet war.“ „Und jetzt?“ „Nun ich wurde belehrt, dass ich doch in Zukunft anders Handeln möge.“ Mein Großvater lächelte kurz. „Das hast du von deinen Eltern.“ Ich grinste kurz. „Ich werde mich erstmal zurückziehen. Der Wachdienst plus das Training war doch jetzt erstmal genug.“ „Mach das. Soll ich dich irgendwann wecken?“ „Ich denke das ist nicht nötig.“ „Gut. Dann erhole dich etwas.“

Ich nickte kurz und ging den Flur entlang zur Küche, von wo aus ich die Treppe in mein Zimmer nahm. Meine Sachen stellte ich beiseite und machte mich etwas frisch, bevor ich mich ins Bett legte.

Einige Stunden später wachte ich wieder auf und sah aus dem Fenster. Es war immer noch hell draußen. Anscheinend hatte ich nicht all zu lange geschlafen. Nachdem ich aufgestanden war, zog ich mir schnell ein anderes Shirt an und ging nach unten. Mein Großvater schien unterwegs zu sein, da ich ihn nirgends finden konnte. Ich ging den Flur in Richtung unserer Bibliothek, wo ich nun meinem Verdacht über das seltsame Gefühl nach gehen wollte. Ich griff mir einen dicken Wälzer aus dem Regal. Die Kakume hatten in vielen Jahrzehnten, über viele Generationen hinweg geforscht um in diesem Gebiet zu Größe zu gelangen. Leider überschatte die jüngere Vergangenheit dieses Talent.

Nachdem ich mich an den Tisch gesetzt hatte begann ich nachzuforschen.
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